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Albumbesprechung Kasabian - Empire

Interpret: Kasabian

Titel: Empire

Erscheinungsjahr: 2006

Genre: Indie-Rock, Brit Pop

 

Rezension/Review

Empire ist das zweite Album der britischen Band Kasabian. Das Album erschien im Jahr 2006. Eingespielt wurde Empire in der Besetzung Tom Meighan (Leadgesang alles Tracks außer Me Plus One, Stuntman und British Legion), Sergio Pizzorno (Leadgitarre, Gesang, Rhythmusgitarre auf Empire, By My Side und Stuntman sowie Leadgesang auf Me Plus One, Stuntman, and British Legion), Chris Edwards (Bass), Chris Karloff (Leadgitarre, Keyboards, Omnichord, Synthesizer auf Empire, By My Side und Stuntman), Ian Matthews (Drums) und Jay Mehler (Rhythmusgitarre alle Songs außer Empire, By My Side und Stuntman)

Für Kasabian ging es in den UK-Charts sofort auf Rang 1, weltweit hat die Band angeblich über 1 Mio. Einheiten abgesetzt. Aus diesem Grund wird das Album zu den wichtigen modernen Rockalben gezählt, in Großbritannien ist Empire schon jetzt sozusagen ein "junger" Klassiker der britischen Rockmusik.

Der Erfolg kam im Fall Kasabian nicht wirklich überraschend. Die Band wandelt scheinbar schon immer in Superstarsphären und benimmt sich so. Sie ging im Vorfeld zum Release des Albums mit Oasis auf Tour, was die Band natürlich noch bekannter machte. Dabei waren sozusagen Vater (Oasis) und Kind (Kasabian) auf Tour. Das Kind hat viel vom Vater mitbekommen, entwickelte sich in der Moderne noch weiter. Musikalisch wäre das ein Gemisch aus gutem alten Brit Pop, Glam und Anleihen aus Neo-Psychedelic bis hin zu Electronica. Kasabian kam außerdem zugute, dass sie erheblich von der Musikindustrie gepusht wurden. Da muss erheblich Geld und Wohlwollen von seiten der Plattenfirma im Spiel gewesen sein. Selbst der sonst eher zurückhaltende Franz Ferdinand Musiker Alex Kapranos äußerte sich darüber einmal negativ, vor allem kritisierte er das Guerilla-Marketing um Kasabian omnipräsent auf den Markt zu drücken.

Egal: die Strategie ging auf. Das Album verkaufte sich gut und kam bei jüngeren unbeleckten Fans erwartungsgemäß gut an. Etwas anders war das bei großen Fachblättern, wo man sich dann nicht ganz so einig war. Ich nehme einmal an, dass u. a. ältere Reviewer dem ganzen nicht so viel abgewinnen konnten. Der Rolling Stone z. B. vergab nur 1 von 5 möglichen Punkten, dafür war der NME begeistert und vergab 9 von 10 Punkten. So unterschiedlich können Meinungen sein.

Fazit Kasabian ist eine der typischen jungen Popbands, die reichlich in der Kiste wühlen und im so genannten Indie-Bereich mit einem Mix aus Elementen von den Stones und Beatles, 60s Psychedelic, Glamrock, 80s Pop, Brit Pop, Chemical Brothers/Primal Scream antreten. Im Grund alles nicht neu, für junge Hörer aber eine scheinbar extrem aufregende Mischung. Nicht, dass Kasabian hier "schlechte" Musik anbieten. Aber wo mich z. B. Franz Ferdinand mit dem ersten Album noch mitreissen konnte, da fehlt mir bei diesem Kasabian Produkt die Phantasie, ein gewichtiges Werk zu erkennen. Ich bezweifle, ob es als in Stein gemeißeltes Denkmal der Rockmusik Bestand haben wird. Eher dürften solche Alben, auch wenn sie irgendwie unterhaltsam sind, in ein paar Jahren vergessen sein. Die Zeit wird es zeigen…

Trackliste

  1. Empire (Pizzorno, Karloff) 3:53
  2. Shoot the Runner 3:27
  3. Last Trip (In Flight) 2:53
  4. Me Plus One 2:28
  5. Sun Rise Light Flies 4:08
  6. Apnoea 1:48
  7. By My Side (Pizzorno, Karloff) 4:14
  8. Stuntman (Pizzorno, Karloff) 5:19
  9. Seek & Destroy 2:15
  10. British Legion 3:19
  11. The Doberman 5:34

Alle Songs Sergio Pizzorno, sofern nicht anders vermerkt

Rezensent: MP

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