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Albumbesprechung Kansas - Monolith

Interpret: Kansas

Titel: Monolith

Erscheinungsjahr: 1979

Genre: Rock, Prog, AOR

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Monolith ist der Titel des sechsten Studioalbums der Band Kansas. Veröffentlicht wurde Monolith 1979.

Die Band erreichte mit dem Album Rang 10 der US Charts, die Single People Of The South Wind erreichte gerade mal die Top 30 in den USA. Vom Album wurden zunächst knapp 800.000 Stück verkauft, später erreichte die Band immerhin Platinstatus. Was für andere Band ausreichend gewesen wäre, wurde für Kansas nach den Erfolgen von Leftoverture (5-fach Platin) und Point Of Know Return (4-fach Platin) als eher enttäuschend bezeichnet. Auch die Kritiker waren nicht begeistert - ganz im Gegenteil gab es ziemlich vernichtende Kritiken vor allem im Heimatland.

Ein besonderes Album ist Monolith in jedem Fall: es war das erste von der Band produzierte Album und Livgren brachte stark religiöse geprägte Texte ein. Im Grund war Monolith auch kaum schlechter als der direkte Vorgänger. Einen ersten guten Eindruck erhält man in See You On The Other Side von Livgren, dem man seine damaligen Einflüsse anmerkt. Zumindest meine ich eine gewisse Spiritualität vernehmen zu können, musikalisch wird das in einen gelungenen Mix aus Melodic Rock und komplexen Elementen gegossen.

Weniger gut gelang Livgren die Balance auf People Of The South Wind. Auch wenn die Hörerschaft in den USA scheinbar recht zufrieden war, meine Sache ist der Song überhaupt nicht. Ein sonderbarer Mix aus Pop und AOR.

Angels Have Fallen von Walsh klingt nach den klassischen Kansas - etwas pathetisch, stellenweise symphonisch und am Ende nett anzuhören. Auch Walsh orientiert sich mit seinem nächsten Beitrag How My Soul Cries Out For You an die klassischeren Kansas - hier mit einer typischen Kansashärte plus komplexen Motiven. Klingt nach den harten Kansas der frühen Alben und gefällt mir daher gut.

Livgren legt mit A Glimpse of Home ordentlich nach. Der Song rockt hart und etwas schleppend, gut gelungen ist der Mix aus Mainstream (vor allem in den Gesangsteilen) und den komplexeren Instrumentalpassagen. Auch Walsh legt mit Away From You nicht schlecht nach - zunächst im Stil der alten Progger, dann melodisch rockend im Stil von Styx. Abgesehen von den etwas unglücklichen Bridges ein guter Rocksong.

Stay Out Of Trouble ist ein Werk von Walsh, Williams und Steinhardt und die drei orientieren sich an der frühen härteren Phase der Band. Diese Form des anspruchsvollen härteren US-Rocks konnten Kansas gut. Den Abschluss macht die nette, brave und harmlose Ballade Reasons To Be von Livgren.

Fazit Monolith ist eines der nicht wenigen Kansas Alben, welche kontrovers diskutiert werden. Damals wurde die Band von der US-Presse als bloße US- Kopie von ELP und Moody Blues bemäkelt und das Album wurde als Abgesang auf die klassischen Kansas abgetan. Das Album stellt zweifellos keinen Monolithen der Rockgeschichte dar, aber am Ende ist es ein gutes Album. Es fehlen zwar die 'großen' catchy Songs, dafür ist das Material insgesamt gut gelungen - abgesehen vom einzigen griffigen Song People Of The South Wind, welchen ich als einen der schwächsten Albumtracks bezeichnen würde. Sieht man von dem Track ab und vernachlässigt Reason To Be weitestgehend, dann ist Monolith ein guter Abschluss der 'klassischen' Bandphase.

Trackliste

  1. On the Other Side (Livgren) 6:26
  2. People of the South Wind (Livgren) 3:41
  3. Angels Have Fallen (Walsh) 6:39
  4. How My Soul Cries Out for You (Walsh) 5:49
  5. A Glimpse of Home (Livgren) 6:37
  6. Away from You (Walsh) 4:26
  7. Stay Out of Trouble (Walsh, Rich Williams, Robby Steinhardt) 4:15
  8. Reason to Be (Livgren) 3:51

bonus tracks 2011 Reissue

  • On The Other Side (Live 1979) 6:44

Rezensent: MP

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