Beachten Sie bitte vor Nutzung der Webseite die Datenschutzerklärung. Mit Nutzung der Webseite akzeptieren Sie diese.

Anzeige

CD Kritik Donovan - Hurdy Gurdy Man

Interpret: Donovan

Titel: Hurdy Gurdy Man

Erscheinungsjahr: 1968

Genre: Folk-Rock, Rock, Psychedelic

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

The Hurdy Gurdy Man ist der Titel des sechsten Studioalbums von Donovan. Das Album wurde in den USA im Oktober 1968 veröffentlicht, kam in Großbritannien aber, wie die Vorgängeralben, wegen schwelender Kontraktprobleme erst später auf den Markt.

Einiges Material stammte wohl aus der Phase seiner Arbeit für A Gift From A Flower To A Garden. Donovan selbst sagte später aber, dass das Material für Hurdy Gurdy Man während seines Aufenthaltes beim Maharishi Mahesh Yogi in Indien entstanden sei. Dort hielt sich Donovan im Jahr 1968 u. a. mit den Beatles John, Paul und George auf. Dabei befruchteten sich die Beatles und er gegenseitig, Donovan gab den Beatles eine Unterweisung ins Folkpicking, dafür zeigte ihm George etwas auf der Sitar. Interessant war auch die Besetzung des Albums, denn Donovan holte sich fast die kompletten Led Zeppelin mit Jones, Page und Bonham (aber ohne Plant) ins Studio.

Wie der Albumtitel erahnen lässt, spielen auch die schottischen Hurdy Gurdys einen gewissen Raum ein. Es handelt sich um die Drone-Sounds, wie man sie von Bagpipes kennt. Dieser Effekt ist sehr gut hörbar auf Songs wie "Peregrine", "The River Song" und "Tangier". Vor allem auf Peregrine und Tangier mischt Donovan schottische Folklore mit indischer Folklore.

Ansonsten gibt Donovan hier einen Eindruck über seine Möglichkeiten als begabter Popmusiker. Den Anfang macht der Titeltrack "Hurdy Gurdy Man", ein flirrender Song mit dunkler und mystischer Note, rockig und psychedelisch zugleich und mit diesem ungemein intensiven Gesangsvibrato von von Donovan. Ebenfalls Charts-tauglich war das verträumte "Jennifer Juniper", ähnlich angelegt sind "Hi It's Been a Long Time" und "West Indian Lady" sowie in Pianoform "Teas". Leicht, locker und typisch Donovan-verträumt klingen die verspielten Songs "A Sunny Day" und "The Sun Is a Very Magic Fellow".

Auch auf diesem Album frönt Donovan jazzigem Material, hier vor allem auf "As I Recall It" sowie in einem Mix aus Jazz und Psychedelic auf "Get Thy Bearings.

Fazit Hurdy Gurdy Man ist ein interessantes Album, welches man wohl in erster Linie vor dem Hintergrund Donovans Indienstrips betrachten sollte. Ein weiteren nicht zu unterschätzenden Einfluss dürfte die damalige Freundschaft zu den Beatles darstellen. Beide Seiten haben sich musikalisch sehr befruchtet. Donovan soll vor allem Harrison und Lennon einiges auf der Akustikgitarre gezeigt haben, dafür dürfte einiges vom klassischen Beatles Songwriting auf Donovan abgefärbt haben. Das kommt dem Album zugute, die Songs sind allesamt prächtig gelungen, alleine die Produktion von Mickie Most ist zumindest nicht durchgängig optimal gelungen. Am Ende ist Hurdy Gurdy Man ein weiteres starkes Album der frühen Donovan-Phase, für den Fan unverzichtbar.

Trackliste

  1. Hurdy Gurdy Man 3:13
  2. Peregrine 3:34
  3. The Entertaining of a Shy Girl 1:39
  4. As I Recall It 2:06
  5. Get Thy Bearings 2:47
  6. Hi It's Been a Long Time 2:32
  7. West Indian Lady 2:15
  8. Jennifer Juniper 2:40
  9. The River Song 2:14
  10. Tangier 4:10
  11. A Sunny Day 1:52
  12. The Sun Is a Very Magic Fellow 3:31
  13. Teas 2:29

2005 CD bonus tracks

  • Teen Angel
  • Poor Cow
  • Laléna
  • Aye My Love
  • What a Beautiful Creature You Are (Duett mit Lulu)
  • Colours
  • Catch the Wind

Alle Tracks Donovan P. Leitch

Rezensent: MP

Anzeige