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Albumbesprechung Deep Purple - Rapture Of The Deep

Interpret: Deep Purple

Titel: Rapture Of The Deep

Erscheinungsjahr: 2005

Genre: Rock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Rapture of the Deep ist der Titel eines Albums der Band Deep Purple. Es wurde 2005 veröffentlicht und war zu dem Zeitpunkt das 18. Studioalbum der englischen Hard-Rock Legende.

Eingespielt wurde das Album in der MK VIII Formation Ian Gillan (Gesang), Roger Glover (Bass), Ian Paice (Schlagzeug), Don Airey (Keyboards) und Steve Morse (Gitarre). Weit entfernt von der legendären MK II und damit für den echten Purple Fan auch weit von allem Guten entfernt. Deep Purple Fans sind da sehr eigen. Dabei kommen sie möglicherweise mit einem Lord Ersatz klar, aber einen adäquaten Ersatz für Blackmore - nöööö.

Schade. Ich mag Steve Morse, der Mann kann als Gitarrist alles. Außerdem hat er nun schon seit 1994 bewiesen, dass er ein guter Teamplayer ist. Morse und Airey bewiesen auf diesem Album sogar, dass vielleicht gerade sie der alten Dame Leben einhauchen können. Immerhin: Rapture Of The Deep wurde zum erfolgreichsten Album seit dem 1984er Album Perfect Strangers und nach Ansicht vieler Fachleute und Fans ist es auch das beste Album seit damals.

Zur Musik: Airey zeigt gleich zu Beginn, dass er - wenn er möchte - genau wie Lord klingen kann. Dabei wird die perfekte klassische Deep Purple Note auf dem gesamten Track Money Talks zelebriert. Das hätte sehr gut auf ein Album wie Fireball gepasst. Girls Like That kann zunächst mit einem balladesken Intro verwirren, aber auch hier gibt es wieder guten klassischen Druck - vielleicht etwas mehr MKIII als MKII. Aber eben auch nicht schlecht.

Wrong Man rockt fett, ein richtig fett groovendes Purple Monster. Der Titeltrack Rapture Of The Deep ist eine andere Hausnummer, mit orientalischem Flair ein schöner progressiver Deep Purple Track. Die nächsten beiden Tracks fallen dagegen leicht ab. Clearly Quite Absurd ist eine gut gemachte Ballade, sie hat aber einfach wenig Deep Purple Flair. Don't Let Go kann es etwas besser. Aber irgendwie klingt das eher nach US-Rock und im Refrain nervt die AOR-Note.

Dafür legt die Band anschließend wieder zu, Back to Back und Kiss Tomorrow Goodbye grooven amtlich. Der Bonustrack MTV überrascht mit komplexen Läufen, der Junkyard Blues dafür mit einer James Gang Note. Abschließend gibgt es mit Before Time Began eine weitere Ballade - wieder ganz gut gemacht, aber eben nicht so gut wie die klassischen Purple Schleicher.

Fazit Also: Hut ab. Mit Rapture Of The Deep ist der Mark VIII Besetzung ein Album gelungen, welches durchaus auch dem klassischen Deep Purple Fan schmecken sollte. Don Airey fügt sich perfekt in die Band ein und klingt, wenn er will, enorm nach Lord. Wer nach dem Album immer noch auf Steve Morse herumhacken möchte, der wird das aus rein sportlichen Gründen oder aus Prinzip wohl weiter machen. Aber ganz ehrlich: an seinem Spiel gibt es nichts, aber auch gar nichts zu mäkeln. Er heißt aber nun mal Steve Morse und war schon vor seinem Einstieg bei Deep Purple einer der versiertesten Gitarristen der Welt. Nehmt das, und das: Ian Gillan singt erstaunlich gut, auch hier Hut ab. Glover und Paice spielen gewohnt auf den Punkt, sind aber insgesamt nicht optimal abgemischt. Sieht man von den balladesken Momenten und dem nicht optimal gelungenen Don't Let Go ab, dann ist Rapture Of The Deep eine bemerkenswert gute Platte.

Trackliste
  1. Money Talks 5:32
  2. Girls Like That 4:02
  3. Wrong Man 4:53
  4. Rapture of the Deep 5:55
  5. Clearly Quite Absurd 5:25
  6. Don't Let Go 4:33
  7. Back to Back 4:04
  8. Kiss Tomorrow Goodbye 4:19
  9. Junkyard Blues 5:33
  10. Before Time Began 6:30

Special Tour 2 CD Edition

CD 1 (Das Studioalbum)

  1. Money Talks 5:32
  2. Girls Like That 4:02
  3. Wrong Man 4:53
  4. Rapture of the Deep 5:55
  5. Clearly Quite Absurd 5:25
  6. Don't Let Go 4:33
  7. Back to Back 4:04
  8. Kiss Tomorrow Goodbye 4:19
  9. MTV (limited edition bonus track) 4:56
  10. Junkyard Blues 5:33
  11. Before Time Began 6:30

CD 2 (Bonus Material: remixes, instrumentale Studioversionen, live tracks)

  1. Clearly Quite Absurd
  2. Things I Never Said
  3. The Well-Dressed Guitar
  4. Rapture of the Deep (Live)
  5. Wrong Man (Live)
  6. Highway Star (Live)
  7. Smoke on the Water (Live)
  8. Perfect Strangers (Live)

Rezensent: MP