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Albumbesprechung Brand X - Masques

Interpret: Brand X

Titel: Masques

Erscheinungsjahr: 1978

Genre: Jazz-Fusion, Jazz-Rock

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Masques ist ein Album der britischen Band Brand X. Das Album erschien im Jahr 1978.

Das Album erschien mit der Stammbesetzung um Gitarrist John Goodsall, Bassist Percy Jones, Keyboarder Robin Lumley und Percussionist Morris Pert. Phil Collins war erstmals nicht dabei, ich nehme mal an, dass er damals zu sehr auf seine Solokarriere achtete. An den Drums saß für ihn Chuck Burgi.

Grundsätzlich würde ich es als weniger wichtig bezeichnen, ob Collins nun dabei war oder nicht. Die Säulen des Sounds waren m. E. vor allem Percy Jones und John Goodsall. Auf dem Album spielte sich auch Morris Pert in den Vordergrund. Die Band bot auch ohne Collins ziemlich perfekt eingespielten Jazz Fusion, wie immer mit leichten Proganteilen. The Poke geht in diesem Sinn gut ab: ein flotter Jazz Fusion mit schönen Proganteilen. Der Titeltrack Masques wird bestimmt vom beseelten, aber teilweise auch halsbrecherischen Spiel von Percy Jones. Der Mann und der Fretless, unglaublich.

Interessant auf diesem Album die Anteile von Morris Pert. Der Percussionist brachte sich mit drei Nummern ein: Black Moon, Deadly Nightshade und der Earth Dance. Black Moon finde ich etwas sehr unverbindlich, dafür dreht die Band auf Deadly Nightshade immer wieder schön auf. Noch etwas besser der Earth Dance mit funky Latinfeel und interessanten Progspielereien.

Access to Data von Goodsall versprüht auch reichlich Latinfeeling. Ein sehr leichter Song mit klaren Höhepunkten in Goodsalls Solopassagen.

Den Abschluss bildet der Jones-Track The Ghost Of Mayfield Lodge, ein gut gelungener Mix aus Jazz-Fusion und Prog.

Fazit Masques ist so ein Album, welches im direkten Vergleich zu den beiden Vorgängern nicht einfach zu bewerten ist. Phil Collins Abwesenheit spielt für mich dabei nicht die Rolle, wie für andere Fans. Im Gegenteil: ohne Phil Collins gelang der Band im Grund ein Schritt nach vorne. Man hat das Gefühl, dass sich die Band hier mehr auf den Song als nur auf Instrumentalparts konzentriert. Dadurch wirkt das klarer strukturiert, andererseits geht neben den oft etwas unverbindlich leichten Westcoastartigen Sounds viel der alten Reibung flöten. Aber auf seine Art ist Masques dennoch ein gutes Album geworden, welches ich durchaus auf Augenhöhe mit dem Debütalbum sehen würde.

Trackliste

  1. The Poke (Goodsall) 5:10
  2. Masques (Jones, Robinson) 3:16
  3. Black Moon (Pert) 4:48
  4. Deadly Nightshade (Pert) 11:22
  5. Earth Dance (Pert) 6:06
  6. Access To Data (Goodsall 8:00
  7. The Ghost Of Mayfield Lodge (Jones) 10:17

Rezensent: MP

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