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Albumbesprechung Blue Öyster Cult - Secret Treaties

Interpret: Blue Öyster Cult

Titel: Secret Treaties

Erscheinungsjahr: 1974

Genre: Rock, Psychedelic, Hard-Rock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Secret Treaties ist der Titel des dritten Albums der US-Band Blue Öyster Cult. Veröffentlicht wurde das Album im Jahr 1974, eingespielt in der Stammformation mit Eric Bloom (Gesang, Gitarre, Keyboards), Donald 'Buck Dharma' Roeser (Leadgitarre), Allen Lanier (Keyboards, Gitarre), Joe Bouchard (Bass, Gesang) und Albert Bouchard (Schlagzeug, Gesang).

Kommerziell lief es auch mit diesem Album durchwachsen, das Album verkaufte sich zunächst nicht gut und erhielt erst im Jahr 1992 Gold in den USA. Immerhin brachte die Band das Album aber für 14 Wochen in die US Albumcharts mit einer Spitzenplatzierung auf Rang 53 der US-Charts. Nicht schlecht, aber alles auch nicht überragend. Im Grund blieb es dabei: Blue Öyster Cult waren vor allem eine Band für die Kritiker.

Die Songs

Career Of Evil eröffnet das Album locker mit einer angenehmen Härte, mich erinnert der Sound an Joe Walsh/Jo Jo Gunne. Subhuman orientiert sich stärker am Frisco-Psychedelic - die Endsechziger lassen bei subtiler Härte in bester Form grüßen. Dominance and Submission rockt unkompliziert überzeugt aber einmal mehr mit einigen überdurchschnittlich guten Momenten. ME262 nähert sich dem heavy Boogieformat. Am Ende bleibt die ME262 Sache an sich rätselhaft, vielleicht hätte die Band besser irgendein anderes Flugzeug ausgesucht. Andererseits: wäre Spitfire o. ä. soviel anders gewesen? Mit dem Song sah sich die Band jedenfalls mit Vorwürfen konfrontiert, sie sei politisch zu sehr rechts.

Cagey Cretins rockt hart und trocken, wieder mit einer psychedelischen Note und dem mittlerweile bekannten 'creepy' Leadgesang. Harvester Of Eyes groovt gut bei subtiler Härte mit einem leichten Boogiefeel. Erneut kann sich die Band dabei mit dem Arrangement und dem verrückten Bloom Gesang aus der Masse herausheben, witzig auch der Übergang in Flaming Telepaths mit der Music Box. Flaming Telepaths rockt wuchtig mit einer psychedelischen Note und Harmonien, die mich an den Glam-Rock jener Tage erinnern. Ein starker Track. Den Abschluss des Albums bildet mit Astronomy ein früher Klassiker der Band. Man könnte diesen Song als eines der vielen Beispiele nehmen, für was BÖC standen - Rockmusik mit einer leichten Härte, weniger klassischer Heavy Rock und noch weniger der von Pearlman ausgegebenen US-Version der Black Sabbath.

Fazit Secret Treaties war das bis dato dritte Album der Band Blue Öyster Cult, es wird zu den wichtigeren Alben im Bandkatalog gezählt. Im Sounds wurde der Band damals vorgeworfen, sich allzu sehr an die Rezeptur des Vorgängeralbums gehalten zu haben und im Grund nichts Neues angeboten zu haben. Da lag der Rezensent nicht ganz falsch. Tyranny And Mutation war irgendwie überzeugender, auf der anderen Seite ist Secret Treaties aber immer noch ein starkes Werk dieser (vor allem von Hörern) unterschätzten Band.

Trackliste

  1. Career of Evil 3:59
  2. Subhuman 4:39
  3. Dominance and Submission 5:23
  4. ME 262 4:48
  5. Cagey Cretins 3:16
  6. Harvester of Eyes 4:42
  7. Flaming Telepaths 5:20
  8. Astronomy 6:28

2001 CD reissue bonus tracks

  • Boorman the Chauffeur 3:13
  • Mommy 3:32
  • Mes Dames Sarat 4:07
  • Born To Be Wild 3:40
  • Career Of Evil (Single Version) 3:00

Rezensent: MP