Beachten Sie bitte vor Nutzung der Webseite die Datenschutzerklärung. Mit Nutzung der Webseite akzeptieren Sie diese.

Albumbesprechung Blue Öyster Cult - Fire Of Unknown Origin

Interpret: Blue Öyster Cult

Titel: Fire Of Unknown Origin

Erscheinungsjahr: 1981

Genre: Hard-Rock, AOR

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Fire of Unknown Origin ist der Titel des achten Studioalbums der Band Blue Öyster Cult. Das Album erschien 1981.

Fire Of Unknown Origin erschien in einer Phase, als die einstige Hoffnung des 'anspruchsvollen' US-Hard Rock im Grund 'nur noch' eine Band des härteren Mainstream Rock war. Dass es die Band in Richtung des AOR zog, war natürlich irgendwie nachvollziehbar - man wollte nicht nur Musik für Kritiker machen, sondern auch etwas davon verkaufen. Diese Hoffnung ging nicht immer auf, auch bei BÖC klappte es nicht reibungslos. Zumindest war der Output im Vergleich zu den frühen Alben sehr wechselhaft. etwar bei weitem nicht die einzige Band des Hard-Rock, die sich lieber auf den ertragreicheren Markt des AOR konzentrierte. Im Grund ging die Rechnung auch kurzzeitig gut auf - man verlor zwar Ansehen bei Kritikern, dafür verkauften sich die Alben einfach besser. Der Output indes war doch etwas wechselhaft. Das Album Mirrors konnte ordentlich charten, fiel aber ansonsten praktisch komplett durch. Besser lief es mit Cultösaurus Erectus, schließlich folgte mit Fire Of Unknown Origin das Album, auf dem die Band ihren gefälligen härteren Rock nach Ansicht vieler Fans und Fachleute am besten zeigen konnte. Die Chartplatzierungen waren ordentlich (US Album Charts Rang 29, Billboard 200 Rang 24, Kanada RPM50 Rang 21). Rang 24 in den Billboard 200 bedeutete sogar die höchste Platzierung eines BÖC Albums im Heimatland.

Die Single Burnin' For You lief außerdem ganz gut (Rang 1 US Hot Mainstream Rock, Rang 40 Billboard HOt 100, Rang 76 UK Single Chart), Joan Crawford schaffte es noch bis auf Rang 49 der Hot Mainstream Rock Tracks.

Soweit dazu. Die Platzierungen vor allem in den so genannten Hot Mainstream verdeutlichen, wo sich BÖC musikalisch zuhause fühlten. Und genau das bekam man auf diesem Album zu hören - zeittypischen, gut produzierten härteren AOR, ein Ergebnis welches auch ein Stück weit der Zusammenarbeit mit Martin Birch geschuldet war. Ziemlich perfekt in dieses Schema passen die Songs Fire Of Unknown Origin und Burnin' For You.

Etwas weniger Dampf hatte Veteran Of The Psychic, ähnliches gilt für das etwas blutleere Sole Survivor. Heavy Metal: The Black and Silver macht schon mit dem Titel klar, dass es hier ein Stück weit Richtung Metal geht, die Band bewegt sich etwas unbeholfen in einem Feld zwischen Hair-Metal und Scorpions. After Dark verwirrt etwas mit einer Post Punk Note und einem sonderbar nach NDW klingenden Refrain.

Wenn die Band ansatzweise an alte Zeiten erinnerte, war das Ergebnis (für mich) besser. In diesem Sinn überzeugt BÖC mit Vengeance (The Pact). Daneben könnte kann man die Tracks Joan Crawford und Don't Turn Your Back aus der Masse des gelackten AOR herausheben.

Fazit BÖC war mit Fire Of Unknown Origin im Grund kaum mehr als eine der vielen Bands des harten Mainstream Rock. Von vielen Fans und Kritikern wird dieses Album als eines der stärksten dieser Mainstream Phase bewertet. Ich würde das ähnlich bewerten. Wenn man dieses Album nur mit den frühen BÖC Alben vergleicht und ein Fan des klassischen Cult-Sounds ist, dann enttäuscht dieses Album. Sieht man es losgelöst davon einfach im Vergleich zu den vielen Mainstream Produkten jener Tage, dann schnitt die Band ordentlich ab. Und genau da würde ich dieses Album am Ende auch einstufen. Anspieltipps: Vengeance, Burnin' For You, Fire Of Unknown Origin, Joan Crawford und Don't turn Your Back.

Trackliste

  1. Fire of Unknown Origin 4.09
  2. Burnin' For You 4:29
  3. Veteran Of the Psychic Wars4:48
  4. Sole Survivor 4:04
  5. Heavy Metal: The Black and Silver 3:16
  6. Vengeance (The Pact) 4:41
  7. After Dark 4:25
  8. Joan Crawford 4:55
  9. Don't Turn Your Back 4:07

Rezensent: MP