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Albumbesprechung Blue Öyster Cult - Agents Of Fortune

Interpret: Blue Öyster Cult

Titel: Agents Of Fortune

Erscheinungsjahr: 1976

Genre: Rock, AOR

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Agents of Fortune ist der Titel des vierten Studioalbums der Band Blue Öyster Cult. Das Album erschien 1976 und markierte einen Wendepunkt in der Karriere dieser Band. Im Vergleich zu den Vorgängeralben verkaufte sich das Album sehr gut (Kanada Goldstatus, USA Platinstatus), in den USA ging es bis auf Rang 29 der Billboard Chart, im UK bis auf Rang 26 und in Schweden sogar bis auf Rang 10. Der ausgekoppelte Song Don't Fear The Reaper erreichte Rang 12 der US Single Charts (UK Rang 16, Kanada Rang 7) und kann als Rockklassiker eingestuft werden.

Eingespielt wurde das Album von der Stammformation Eric Bloom (Gitarre, Percussion, Gesang), Donald 'Buck Dharma' Roeser (Gitarre, Gesang), Allen Lanier (Keyboards, Gitarre, Gesang), Joe Bouchard (Bass, Gesang) und Albert Bouchard (Schlagzeug, Percussion, Akustikgitarre, Gesang). Musikalische Gäste waren Patti Smith (Gesang auf The Revenge Of Vera Gemini), Randy und Michael Brecker (Blasinstrumente) und David Lucas (Gesang, Keyboards und Percussion).

Die Songs

This Ain't The Summer of Love rockt ordentlich, störend wirkt aber der Mix aus Alice Cooper und Glam-Rock. Mit True Confessions kam man praktisch komplett im eher gefälligen Mainstream an, der Song versprüht vor allem ein unverbindliches Westcoast-Flair. Es folgt der eingangs erwähnte Song (Don't Fear) The Reaper mit seinen ausgeprägten Byrds-Harmonien, aber auch einem abgefahrenen Instrumentalbreak. Das Highlight des Albums, welches für meinen Geschmack alles andere stark in den Schatten stellt.

E.T.I. (Extra Terrestrial Intelligence) ähnelt mit seiner groovigen Härte in etwa dem, was man so von den frühen Aerosmith kennt. Ein guter Rocksong und ein Bandklassiker. The Revenge of Vera Gemini überrascht nicht nur wegen der gesanglichen Mitwirkung von Patti Smith. Sie schrieb auch am Song mit und bestimmte so in starkem Maß den Sound. Nicht unbedingt das, was man als Fan erwartete - aber auf seine Art ein reizvoller Song.

Leider nahm die Qualität mit der zweiten Seite ab, zumindest ist das mein Empfinden. Da war einmal die sonderbare Annäherung an den Glam-Rock mit Sinful Love und Tattoo Vampire. Die Glam-Rock Sounds waren an sich nicht Neues bei BÖC und Glam-Rock an sich hat seine Berechtigung. In diesem Fall geht mir das aber zu stark in die Ecke Rock Horror. Morning Final packt mich mit seinem Mix aus Psychedelic, Prog und AOR nicht so richtig. Tenderloin ist, bis auf das gelungene Outro, weit weg von alten Heldentaten und Debbie Denis bildet einen reichlich seichten Abschluss.

Fazit Agents of Fortune begeisterte die Fans, die Verkaufzahlen sprechen eine klare Sprache. Ich schätze einmal, dass die Band vor allem wegen des Hits (Don't Fear) The Reaper jede Menge 'neue' Fans ansprechen konnte. Aber nach meinem Kenntnisstand waren auch die Kritiker angetan und am Ende rangiert diese Album in der Regel weit oben in Best Of BÖC Listings. Über Geschmack lässt sich nicht streiten, das ist auch gut so. Als dieses Album veröffentlicht wurde, wurde ich (wie so viele andere auch) zum ersten Mal auf die Band aufmerksam und ich konnte beim besten Willen nicht verstehen, was an der Musik so besonders sein soll. Die Qualität der Band wurde mir erst klar, als ich die Vorgängeralben anhören konnte. Im Vergleich dazu würde ich dieses Album dann auch als eine gewisse Enttäuschung bezeichnen wollen. Alleine aufgrund der A-Seite und hier vor allem dem alles überstrahlenden (Don't Fear) The Reaper ein ordentliches Album…

Trackliste

  1. This Ain't The Summer Of Love 2:21
  2. True Confessions 2:57
  3. (Don't Fear) The Reaper 5:08
  4. E.T.I (Extra Terrestrial Intelligence) 3:43
  5. The Revenge Of Vera Gemini 3:52
  6. Sinful Love 3:29
  7. Tattoo Vampire 2:41
  8. Morning Final 4:30
  9. Tenderloin 3:40
  10. Debbie Denis 4:13

Rezensent: MP