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Albumbesprechung Beledo - Seriously Deep

Interpret: Beledo

Titel: Seriously Deep

Erscheinungsjahr: 2021

Genre: Jazz-Fusion

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Seriously Deep ist der Titel eines Albums des Gitarristen Beledo. Das Album wurde im November 2021 bei Moonjune veröffentlicht.

Beledo stammt aus Uruguay, lebt aber mittlerweile in New York City. Dieses Album ist das zweite Beledo-Album bei Moonjune Records, eingespielt wurde es als Trio Beledo (Gitarre, Tasten), Kenny Grohowski (Schlagzeug) und Tony Levin (Bass). Gäste sind Jorge Camiruaga (Vibraphone auf Track 1 und 4), Kearoma Rantao (Gesang auf 2) und Boris Savoldelli (Gesang auf 6).

Namensgebend ist der Track Seriously Deep, der im Orignal von Eberhard Weber stammt und vom 1978er Album Silent Feet stammt. Beledo spielt Piano und 'imitiert' die Sax-Linien auf der Gitarre. Das gelingt alles ganz gut, Webers Original bleibt am Ende aber m. E. unangetastet.

Mama D widmet Beledo der südafrikanischen Sängerin Dorothy Masuka, er beschreibt im von Kearamo Rantao gesungenen Text Masukas Leben und ihren Kampf gegen die Apartheid. Musikalisch bewegt sich Beledo zwischen funky Rhythmen und einer Form des eingängigen Fusion (hart an der Grenze zur Fahrstuhlmusik für meinen Geschmack).

Coasting Zone ist eine verspielte Instrumentalnummer mit flüssigen Gitarrenlines (a la Holdsworth) und einen angenehm tricky Rhythmus. Maggie's Sunrise bezieht sich stärker auf den klassischen Fusion im Stil etwa von Weather Report. Knocking Waves erstaunt zunächst mit seinem Ambientartigen Charakter, für mich eine klare Steigerung mit einem gelungenen Mix aus Fusion, Ambient und Prog.

A Temple In The Valley ordnet sich irgendwo zwischen Fusion und Canterbury ein, ebenfalls irgendwo in diesem Bereich folgt das prickelnde Into The Spirals und beendet das Album kurz und gut.

Fazit Beledo verfolgt auf dem Album seinen Ansatz, nach dem etwa die Hälfte des Materials auskomponiert ist und der Rest sozusagen aus Improvisation besteht. Tatsächlich haben alle Songs eine klare Struktur, experimentiert wird eben vor allem in den 'Soloparts'. Beledo bestimmt das Geschehen, lässt aber dem MitmusikerInnen Raum. So gesehen ein homogenes Album, weitestgehend solide plus den überragenden Tracks Knocking Waves und Into The Spirals.

Trackliste

  1. Seriously Deep
  2. Mama D
  3. Coasting Zone
  4. Maggie's Sunrise
  5. Knocking Waves
  6. A Temple In The Valley
  7. Into The Spirals

Rezensent: MP