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Interpret: Neil Young

Titel: Rust Never Sleeps

Erscheinungsjahr: 1979

Genre: Folk-Rock, Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen
(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension:


Neil Young ist eine der schillerndsten Figuren der Rockszene, vor allem war er ein wichtiger Musiker der Post Flower Power Zeit. Young ergänzte die Band Crosby Stills und Nash. Und er tat dem Ganzen musikalisch sehr gut. Allerdings sorgte Young wiederholt für Spannungen. Das selbe erreichte Young bei Buffalo Springfield. Irgendwann konzentrierte sich Young mehr auf seine Solo- Karriere. Das tat ihm und seinen früheren Mitmusikern gut. Der Musikszene schenkte Young die eine oder andere gute Platte. Und er konnte sogar in der Punk und Postpunkkultur auf sich aufmerksam machen. Irgendwann überraschte Young, als er zu einem der Väter des Grunge gekürt wurde. Überraschend, denn Young wurde ursprünglich vor allem durch seine wehleidigen Songs bekannt. Dieser interpretierte er stark näselnd ziemlich genial. Aber Young ließ sich auch immer wieder heftig auf der E-Gitarre aus und machte dann einfach mal richtig Krach. Das schien die jungen Fans des Grunge zu faszinieren.

Das vorliegende Album Rust Never Sleeps zeigt schon etwas von den beiden Seiten des Neil Young. Das Album wurde von vielen Kritikern als eines der wichtigsten Alben des Jahres 1979 gekürt. Das komplette Album ist ein Live-Album. Davon merkt man als Zuhörer aber nichts. Denn die Audience wurde herausgeschnitten. Die Tonqualität ist beachtlich, sodass man meint, es handle sich um ein Studio-Album. Interessant ist die Aufteilung der Songs. Die Lieder 1 - 5 wurden praktisch nur von Neil Young performed. Da spielte er den für ihn typischen wehleidigen Folk, wie er auf früheren Alben wie Harvest gemacht hat. Alles unplugged, sehr gefühlvoll, nicht schlecht. Aber auch ein bisschen anachronistisch (zumindest nach meiner Meinung). Die Songs 6 - 9 hat er dann zusammen mit seiner Band Crazy Horse eingespielt. Dabei steigert sich die Härte von schön rockig über ziemlich hart bis echt brutal. Gerade der Abschluss-Song Hey Hey bildet einen ziemlich krassen Gegensatz, vor allem zu der akustischen Version (Track 1). Young lässt hier schlicht und einfach die Sau raus und kümmert sich um nichts - er lärmt einfach. Die Grungegeneration mochte das. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen.

Alles in Allem finde ich das Album nicht schlecht. Die Tonqualität ist, wie gesagt, sehr gut. Die ersten 5 Songs stehen in der guten akustischen Tradition Youngs. Hörenswert, aber eben nichts Neues. Ab Song 6 fällt das Niveau für mich kontinuierlich ab. Mit jedem Song wird die Musik lauter und hektischer. Neil Young und Heavy - das passt irgendwie nicht. Egal: den Kritikern hat es gefallen, sie hievten das Album nach ganz oben. Ich finde, Neil Young hat bessere Alben als dieses gemacht.

Die Tracks:
  1. My My,Hey Hey (Out Of The Blue)
  2. Thrasher
  3. Ride My Llama
  4. Pocahontas
  5. Sail Away
  6. Powderfinger
  7. Welfare Mothers
  8. Sedan Delivery
  9. Hey Hey,My My (Into The Black)


Rezensent: MP

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