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Albumbesprechung Yes - Close To The Edge

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Interpret: Yes

Titel: Close To The Edge

Erscheinungsjahr: 1972

Genre: Prog-Rock

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen
(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Close to the Edge ist das fünfte Album der Band Yes. Das Album dürfte bei Erscheinen im Jahr 1972 das erfolgreichste Album von Yes gewesen sein. In den US-Billboard Charts ging es bis auf Rang 3 und im UK bis auf Rang 4. Der Song And You And I erreichte sogar Rang 42 der US Billboard Pop Charts. Das war für eine Prog-Rock Band durchaus ein beachtlicher Erfolg.

Close To The Edge wird heute von viele Fans als eines der wichtigsten Yes Alben betrachtet. Auch in Progkreisen wird das Album in der Regel hoch gehandelt. Kritiker kamen in der Regel sehr gut mit dem Werk zurecht und vergaben normalerweise sehr gute Noten.

Auf dem Album war die erste Stammbesetzung mit Jon Anderson, Steve Howe, Chris Squire, Rick Wakeman und Bill Bruford dabei. Letzterer verließ nach dem Album die Band Richtung King Crimson. Für die anschließende Tour wurde daher Alan White als Drummer engagiert.

Ich habe mich mit der Musik von Yes vor 1983 lange Zeit etwas schwer getan. Allerdings gehörte Close To the Edge immer zu einem der Yes-Alben, welche für mich vergleichsweise leicht zugänglich waren. Anstatt hochkomplex bietet die Band hier gut zugänglichen Prog-Rock an, ohne jedoch im Mainstream zu landen. Das musikalische Niveau ist extrem hoch. Bill Bruford trommelt klasse, Chris Squire röhrt phantastisch mit seinem Bass. Jon Anderson singt einzigartig, wie immer. Rick Wakeman zeigt an den Keyboards seine Klasse, ohne zu vordergründig zu werden. Und Steve Howe, der immer etwas unterschätzt wurde, spielt klasse. Außerdem sind die Songs alle gut. Close To The Edge beginnt progressiv und endet genauso, dazwischen kann man aber immer wieder erstaunlich eingängiges Material vernehmen. Der Song zeigt vor allem Squire, Howe und Wakeman in Hochform. And You And I ist in der Summe ein guter Titel mit vielen Akustikgitarrenparts und schönen Vocalparts. Der Song bietet eine schöne epische Stimmung an. Siberian Khatru überrascht dann einerseits mit groovig-rockigen Teilen, andererseits auch vielen der typisch progressiven Yes Spielereien.

Fazit Close To The Edge ist schon ein phantastisches Album. Selten ist die Balance aus anspruchsvollem Prog-Rock und eingängigeren Rockthemen so gut gelungen. Wer einen Zugang zu den alten Yes Sachen von 1970 bis 1977 sucht, dem kann ich Close To The Edge wirklich empfehlen. Wer Dream Theater mag, der sollte sich dieses Album unbedingt anhören. Ich bin mir sicher, das John Petrucci sich dieses Album auch oft angehört hat.

Trackliste

  1. Close to the Edge (Anderson/Howe/Squire) 18:43
    • The Solid Time of Change
    • Total Mass Retain
    • I Get Up I Get Down
    • Seasons of Man
  2. And You and I (Anderson/Bruford/Howe/Squire) 10:08
    • Cord of Life
    • Eclipse
    • The Preacher the Teacher
    • Apocalypse
  3. Siberian Khatru (Anderson/Howe/Wakeman) 8:55
2003 Reissue Bonus Tracks:
  • America (single version) Simon 4:12
  • Total Mass Retain (single version) Anderson/Howe 3:21
  • And You and I (alternate version) Anderson/Bruford/Howe/Squire 10:17
  • Siberia Anderson/Howe/Wakeman 9:19

Rezensent: MP