![]() |
Benutzerdefinierte Suche
|
| Startseite » Rezensionen von A - Z » Wishbone Ash - Argus | ||
Anzeigen |
Albumbesprechung Wishbone Ash - ArgusAnzeigeTitel: Argus Erscheinungsjahr: 1972 Genre: Rock Bewertung: ![]()
![]()
Argus ist das dritte Studioalbum der englischen Band Wishbone Ash. Das Album erschien im Jahr 1972. Nachdem Wishbone Ash mit dem Debütalbum und dem Album Pilgrimage schon überzeugen konnte, stellt Argus wahrscheinlich den Höhepunkt des Bandschaffens dar. Argus wird in der Regel von Fans und Kritikern als das beste Wishbone Ash Album bewertet, es wurde in vielen Listings als eines der besten Alben in 1972 bewertet und wird in der Regel auch als Meilenstein der Rockmusik gewertet. Sicherlich fand die Band hier die beste bzw. die ausgewogenste Mischung aus verschiedenen Stilen wie Folk, bluesigem Material und härterem Rock. Auch der Gebrauch der für die Band so typischen Twin-Leads und mehrstimmigen Gesänge wurde hier weiter perfektioniert. Aufgenommen wurde das Album vom ersten klassischen Line-Up mit Martin Turner - bass, vocals, Andy Powell - guitar, vocals, Ted Turner - guitar, vocals und Steve Upton - drums. Auf dem Song Throw Down The Sword kam außerdem noch Keyboarder John Tout dazu. Die Songs: Time Was wird akustisch eröffnet, dazu gibt es schöne Vokalharmonien der Band. Nach ca. 3 Minuten geht es dann in einen rockigen Part, wie man ihn von Wishbone Ash erwartet - nicht zu soft und nicht zu hart, mit ausgiebigen Gitarrenparts. Sometime World beginnt ebenfalls relativ soft. Hier wird dann nach ca. zweieinhalb Minuten Gas gegeben. Martin Turner setzt Akzente mit seinen Basslines, darüber gibt die Band wieder einmal diese wortlosen Gesänge und natürlich jede Menge Gitarrenparts zum Besten. Blowin' Free gehört zu den Klassikern der Band. Der Song geht durchaus in die Richtung US-Rock mit einem Mix aus treibendem Southern-Rock Feel und einer gewissen Westcoast Leichtigkeit. Mit The King Will Come präsentiert die Band einen weiteren Wishbone Ash Klassiker. Ein tolles Intro steigert sich langsam und fließt zusammen in einen Song, der nur so von guten Gesangs- und Gitarrenharmonien strotzt. Das Wah-Wah Solo ist schön gemacht und Martin Turners knurrige Basslinien geben dem Song viel Drive. Leaf And Stream plätschert danach schön vor sich hin. Der Song ist angenehm anzuhören, fällt aber im Vergleich zu den anderen Songs leicht ab. Warrior legt dann wieder zu. Der Song ist aus meiner Sicht der härteste des Albums - zumindest aus das Hauptriff bezogen. Dazu gibt es wieder schöne Parts, mit psychedelischen bzw. proggigen Ansätzen. Den Abschluss bildet Throw Down The Sword. Auch hier haben wir einen Klassiker der Band vorliegen, den Wishbone Ash live immer gern spielte. Thematisch hat der Song eine entfernte Ähnlichkeit zu The King Will Come. Allerdings besitzt der Song eine vornehmlich folkige bis romantische Note. Die mehrstimmigen Gitarrenlinien sind toll, wieder setzt Martin Turner hier gewisse Kontrapunkte mit seinen knarzigen Basslines. Über Argus muss man eigentlich nicht viele Worte verlieren. Die meisten Hörer und Kritiker sind sich ziemlich einig: Argus ist ein Meilenstein der Rockmusik und wohl auch das beste Album von Wishbone Ash. Ich sehe das genauso, auch wenn die Band viele andere starke Alben und möglicherweise auch den ein oder anderen stärkeren Song produziert hat. Insgesamt macht Argus den geschlossensten Eindruck aller Wishbone Ash Alben. Die Band spielt alle ihre Stärken aus: mehrstimmige Vokalharmonien, tolle Gitarrenparts mit den bekannten Twin-Leads und schöne Basslines von Turner. Die Songs sind alle gut, Höhepunkte sind Blowin' Free, The King Will Come und Throw Down The Sword. Für Rockfans ist dieses Album aus meiner Sicht ein Muss. Dabei sollte man sich unbedingt die Studioversionen anhören. Auch wenn die Band eine sehr gute Live-Band war, kommt die ganze Faszination des Albums in erster Linie mit den gut produzierten Studioversionen zur Geltung.
First reissue bonus tracks
Bonus Tracks Live From Memphis Promotional EP
2007 Deluxe editonDisc One
Disc Two
Rezensent: MP |