Benutzerdefinierte Suche
Startseite » Rezensionen von A - Z » Winger - Pull.


Anzeige:

Albumbesprechung Winger - Pull

Anzeige
Interpret: Winger

Titel: Pull

Erscheinungsjahr: 1993

Genre: Hard-Rock, Heavy-Metal

Bewertung: Wertung: 5 von 10 Sternen
(5/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Pull ist das dritte Album der US-Band Winger. Das Album erschien im Jahr 1993. Mit Pull versuchte sich Winger neu auszurichten. Die Band wollte sich vom eingängigen Metal lösen und mehr Härte zeigen. Auch wenn viele Fans das Album Pull heute hoch bewerten, so war es kommerziell ein Reinfall. Mit den beiden Vorgängeralben konnte es in keiner Weise mithalten.

Winger entstand aus der Tourband von Alice Cooper. Ihr gehörte damals unter anderem der Namensgeber der Band, Kip Winger, an. Er gründete die Band 1987, die bis 1993 bestand. Später gab es einige, mehr oder weniger erfolglose, Reunions. Die Kernbesetzung der Band bestand in der Regel aus Kip Winger (Bass, Gesang), Reb Beach (Gitarre) und Rod Morgenstein (Drums). Die Band feierte in der Hair-/Poser-Metal Phase sehr große Erfolge. Allerdings brach sie, wie eingangs erwähnt, mit dem Album Pull stark ein. Die Neuausrichtung scheiterte und die Band trennte sich danach.

Mit Pull legte Winger leider ein Album vor, mit dem die Band schlicht und ergreifend durchfiel. Man kann nicht einmal so genau sagen, woran es lag. Die Band hatte ihren Stil und feierte wirklich große Erfolge, vor allem in den USA. Aber mit Pull schien sich Winger irgendwie zu sehr an Klischees härterer Musik anpassen zu wollen. Das passte nicht in die damalige Grunge- und Indie-Szene. Dabei muss man sagen, dass die Songs alle hörenswert sind. Winger ist ein guter Songwriter und ein veritabler Sänger. Beach sowie Morgenstein beherrschen ihre Instrumente. Aber das Ganze hängt doch in einem klischeebehafteten Heavy-Sound fest. Es ist weniger Hair-Metal als früher, aber es handelt sich immer noch um eine sehr durchschaubare Musik. Der Aufbau der Songs ähnelt sich stark. Winger beginnt die Songs meist mit sehr melodiösen, oft akustischen Parts. Danach geht es in einen recht eingängigen Metal über. Das klingt gekonnt und immer nett, aber eben auch immer vorhersehbar. Es ähnelt sich alles auch so sehr, dass nach dem Hören des Albums kein Song nachhaltig im Gehör haften bleibt. Und dann denkt man eben: ein ordentliches Album, nette Songs, gute Musiker. Aber mehr war da nicht. Schade, denn ich schätze Kip Winger sehr. Aber leider ist Pull kein Top-Album.

Trackliste

  1. Blind Revolution Mad (Kip Winger, Reb Beach) – 5:25
  2. Down Incognito (Winger, Beach) – 3:49
  3. Spell I'm Under (Winger) – 3:55
  4. In My Veins (Winger, Beach) – 3:14
  5. Junkyard Dog (Tears On Stone) (Winger, Beach) – 6:54
  6. The Lucky One (Winger, Beach) – 5:20
  7. In For The Kill (Winger, Beach) – 4:13
  8. No Man's Land (Winger, Beach) – 3:17
  9. Like A Ritual (Winger, Beach) – 5:02
  10. Who's The One (Winger, Beach) – 5:53
Bonus Track Japan
  • Hell To Pay (Winger/Beach) - 3:24


Rezensent: MP