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Interpret: Velvet Underground & Nico

Titel: Velvet Underground & Nico

Erscheinungsjahr: 1967

Genre: Rock

Bewertung: Wertung: 4 von 10 Sternen
(4/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension:


The Velvet Underground ist eine der frühen Superbands, die man angeblich gehört haben muss. Dabei ist Velvet Underground genau genommen nichts weiter, als das Produkt der Pop-Art Meisters Andy Warhol. Er setzte die Band nach seinen Ideen zusammen, kreierte eine damals ziemlich moderne Multi Media Show und ließ die Band über das Böse und über Drogen singen. Das war es eigentlich schon. Aber das macht die Band zu einer Institution der Rockmusik. Ich denke, wenn man nicht selber damals dabei war, kann man die Faszination so einer Band nur erahnen. Mir geht es jedenfalls so. Natürlich suchte sich Warhol schon einige auserlesene Musiker aus, das muss ich sagen. Lou Reed ist ein Sänger mit unverkennbar nasalem und monotonen Gesang sowie einer mehr wilden als brillanten Gitarrentechnik. John Cale ist einer der Visionäre der modernen Rockmusik gewesen. Nico war irgendwie eine interessante Persönlichkeit. Maureen Tucker war eine der ersten weiblichen Drummer überhaupt. Das macht die Urbesetzung ziemlich einzigartig. Aber nach der ersten Scheibe wurde die Band praktisch permanent auf jeder Position von Warhol umbesetzt und verlor damit bald auch den letzten Funken Originalität. That's it.

Das Album ist nicht uninteressant. Für viele Fans war das Cover mit der abziehbaren Banane das wichtigste. Eine Idee von Warhol. Und wenn Warhol eine Idee hatte, dann fielen alle vor Ehrfurcht ins Koma. Ähm - hallo: das ist nur eine Banane! Das bei den Stones ist nur eine Zunge! Na ja, aber Warhol eben. Musikalisch gilt der Erstling von Velvet Underground als Meilenstein. Wegen des Covers und wegen der Musik. Aus meiner Sicht bewegt sich alles auf dem Album irgendwo zwischen San Francisco Flower Power Beat, ordinärem Beat und einer gehörigen Prise LSD, die die Musiker intus hatten. Oder eher Heroin - Lou Reed besang es auf der Platte. Der Song Heroin ist auch noch ganz interessant. Eine richtig gute Reed Nummer ist Waiting For The Man. Die kann man auch heute noch anhören. Die Nummern, die Nico singt sind allesamt ganz nett anzuhören. Schön ist das denglisch von Nico (ja, die Frau war Deutsche!). Ein paar Nummern sind ganz normale Beat-Nummern. Auf ein paar Stücken kann man erahnen, wie es musikalisch auf den Velvet Underground Konzerten abging - ziemlich schräg und zugedröhnt. Das war es eigentlich, was ich zu dem Album sagen kann. Es ist definitiv ein Meilenstein der Rockgeschichte. An dem Meilenstein kann man nicht rütteln, der wurde über Jahrzehnte einbetoniert. Für mich klingt das heute nicht mehr sehr aufregend. Mich bewegt nur I'm Waiting For The Man. Ein Lied ist zuwenig für einen Meilenstein. Sorry.

Die Tracks:
  1. Sunday Morning
  2. I'm Waiting For The Man
  3. Femme Fatale
  4. Venus In Furs
  5. Run Run Run
  6. All Tomorrow's Parties
  7. Heroin
  8. There She Goes Again
  9. I'll Be Your Mirror
  10. The Black Angel's Death Song
  11. European Son


Rezensent: MP

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