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Albumbesprechung UFO - CovenantAnzeigeTitel: Covenant Erscheinungsjahr: 2000 Genre: Hard-Rock Bewertung: ![]()
Covenant ist das 16. Album der britischen Band UFO. Es erschien im Jahr 2000 und wurde in einer limitierten Edition auf den Markt gebracht. Inhalt war die eigentliche Studio-CD Covenant sowie das Livealbum UFO Live USA. Das Album erschien fast fünf Jahre nach der CD Walk On Water. Sowohl auf dem Studioalbum als auch auf der Live-CD war wieder einmal Michael Schenker als Gitarrist mit dabei. Kommerziell war Covenant nicht sehr erfolgreich. Von den Fans wurde das Album zwar ganz gut bewertet, die meisten Kritiker konnten jedoch mit dem Album nur wenig anfangen und hielten sich mit guten Kritiken zurück. Covenant - die SongsLove Is Forever beginnt mit einem schönen, leicht dissonanten Gitarrenpart und kommt dann recht heavy zur Sache. Das klingt stark nach Deep Purple, der Refrain klingt nach AOR. Unraveled kommt auch sehr klassisch daher. Das Riff gehört in die klassische Hard-Rock Kiste. Miss The Lights schaltet einen Gang zurück und hört sich nach einem Mix der frühen Judas Priest und AC/DC an. Midnight Train legt deutlich zu. Der Song geht eigentlich gut ab, allerdings klingt die Strophe immer stark nach Mainstream. Fool's Gold ist dann die längst überfällige Ballade, die jedoch nicht komplett überzeugen kann. Vor allem die Gesangsparts sind ziemlich fade. Auch In The Middle Of Madness klingt vorhersehbar und austauschbar, The Smell Of Money beginnt mit akrobatischen Gitarrenparts von Schenker und kann durchaus überzeugen. Rise Again beginnt mit einem schönen Bassintro, fällt danach aber etwas ab. Serenade dagegen kann sich etwas vom typischen Hard-Rock Einerlei abheben. Cowboy Joe bedient dann aber leider schon wieder viele Hard-Rock Klischess. Dafür kann der letzte Track The World and His Dog durchaus überzeugen. Die Band zeigt hier, was sie eigentlich kann. Die Studio CD von Covenant kann nicht wirklich überraschen. Die Band zeigt sich handwerklich zwar gut aufgestellt, hält sich aber doch zu stark an bewährte Muster aus Hard-Rock und Heavy Metal. Das wirkt etwas überholt und nicht gerade originell. Eigentlich könnte die Band mehr, das zeigt sie zum Beispiel auf dem letzten Track The World And His Dog. Live in USA - die SongsMother Mary geht gut ab. Ein drückender Hard-Rock, den die Band überzeugend darbietet. Wieder nichts Neues, aber gut performt. This Kids geht in ähnlicher Form ab, dieses Mal mit einem Boogie Interlude und einigen Keyboardparts. Die Gitarrensoli von Schenker sind sehr gut gelungen. Let It Roll groovt wie Hölle. Auch hier brilliert Schenker wieder mit einigen hochklassigen Parts, Mogg singt klasse - der softe Mittelteil ist schöööön. Out In The Street geht zwar in Richtung AOR, erinnert mich aber auch an englische Pubrocker. Venus ist gut gemachter Hard-Rock, mit einigen ruhigeren Parts und kurzen Keyboardeinwürfen. Die Uptempo-Nummer Pushed To The Limit überzeugt nicht komplett, allerdings verwöhnt Schenker den Gitarristen auch hier wieder mit einigen fulminanten Soli. Love To Love beginnt mit Pianosounds und akustischer Gitarre etwas getragen und ist symphonisch angelegt. Die Keyboards dominieren diese schöne Ballade. Die Live-CD ist leider sehr kurz, aber sie ist gut gelungen. Handwerklich passt das sehr gut, alle Musiker spielen in guter Form. Ich möchte nicht ständig Schenker herausheben, aber der brilliert hier das eine ums andere Mal. Gitarrenfreunde sollten sich diese Live CD unbedingt zu Gemüte führen, Schenker klang selten besser. Auch sonst gibt es nichts zu mäkeln. Insgesamt finde ich das ordentlich, was UFO mit Covenant abliefert. Während das Studioalbum etwas enttäuscht, ist die Live-CD sehr gut gelungen. Wer Hard-Rock bis Heavy Metal mag, der kann hier eigentlich bedenkenlos zugreifen. Handwerklich stimmt es bei UFO in jedem Fall. Für Covenant kann die Band keinen Innovationspreis erwarten. Die Live CD dagegen ist sehr gut gelungen, für Gitarristen kann sie eine Offenbarung sein.
Besetzung auf Covenant: Phil Mogg - Vocals, Michael Schenker - Guitar, Pete Way - Bass, Aynsley Dunbar - drums.
Besetzung auf Live in USA: Phil Mogg - Vocals, Michael Schenker - Guitar, Pete Way - Bass, Simon Wright - drums, Paul Raymond - keyboards, guitar. Rezensent: MP
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