![]() |
Benutzerdefinierte Suche
|
| Startseite » Rezensionen von A - Z » U2 - Zooropa. | ||
|
|
Albumbesprechung U2 - ZooropaAnzeigeTitel: Zooropa Erscheinungsjahr: 1993 Genre: Rock, Alternative-Rock Bewertung: ![]()
Zooropa war das achte Studioalbum von U2. Es entstand in der experimentelleren Phase der Band. Da waren weniger klassische U2 Sounds zu hören, als vielmehr elektronische Klangspielereien und Dancefloor-Sounds. Damit konnte die Band die Kritiker durchaus überzeugen. Für das Album wurden insgesamt hohe Bewertungen abgegeben. Es gewann einen Grammy als bestes Alternative-Album. Kommerziell lief das Album gut, es soll sich bis heute ca. 8 Millionen mal verkauft haben. Die Songs: Zooropa beginnt mit Soundspielereien, dann bricht das Album in einen midtempo Song auf. Das geht in Richtung Berlin-Phase von David Bowie (wobei Bowie besser klang). Babyface beginnt wie ein Kinderlied. Die Gesangslinie hat wieder Ähnlichkeit mit Bowie. Der Song wird im weiteren Verlauf rockiger. Numb ist eine Art Techno-Rap mit The Edge, der hier unzählige male Don't brummelt. Lemon wird durch Falsett-Gesang von Bono und Gitarrenklangfetzen von The Edge bestimmt, wobei die Band auch einige melodiöse Ideen einfließen lässt. Stay (Faraway, So Close!) wurde erfolgreich ausgekoppelt. Ein schöner Song mit relativ sparsamer Instrumentierung. Ich will nicht immer auf Bowie anspielen, aber das hat wieder etwas aus seiner Berlin Phase. Daddy's Gonna Pay for Your Crashed Car beginnt dramatisch. Danach scheppert es relativ modern dancemäßig mit leichten Industrial-Anleihen. Some Days Are Better Than Others klingt sehr relaxt. Zurückhaltende Drums und eine dicke Basslinie bestimmen den Song zu Beginn, darüber singt Bono eher sonor. Edge steuert witzige Sounds bei. The First Time ist ein schöner balladesker und leicht melancholischer Song, der sich permanent steigert und so dem ganzen etwas Dramatik verleiht. Dirty Day klingt wieder sehr experimentell, wobei das Grundriff relativ einfach ist. Darüber singt Bono jedoch interessante Linien, außerdem werden einige Soundgimmicks eingestreut. The Wanderer ist ein außergewöhnlicher Track, auf dem Country-Star Johnny Cash zu einer wabernden Synthesizer Melodie singt. Wie eingangs erwähnt, liefert die Band auf Zooropa keine klassischen U2-Sounds ab. Man hat das Album oft dem Alternative Rock zugeordnet, wobei die Band kaum so klingt wie die typischen Alternative Rocker. Aber das ist egal - U2 klingen anders als früher und experimentieren viel. Ich persönlich bin ein Fan der klassischen U2. So gesehen gefällt mir das Album im Vergleich zu älteren Alben nicht ganz so gut. Allerdings liefert die Band insgesamt ein interessantes und zeitgemäßes Album mit ordentlichem Inhalt ab.
Rezensent: MP
|