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Albumbesprechung U2 - The Unforgettable Fire

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Interpret: U2

Titel: The Unforgettable Fire

Erscheinungsjahr: 1984

Genre: Rock

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen
(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

The Unforgettable Fire ist das fünfte Album von U2 bzw. das vierte Studioalbum. Das Album erschien im Jahr 1984. Im Gegensatz zum vorhergehenden Studioalbum War klang The Unforgettable Fire anders, die Band entwickelte ihren Stil weiter. The Edge packte wieder das Delay aus und die Band nutzte außergewöhnliche Sounds, die teilweise ambientmäßig klangen. Möglicherweise lag das an der Zusammenarbeit mit Brian Eno und David Lanois. Die Band wollte weg von den Sounds der Vorgängeralben um nicht zu einer Arena-Rock Band zu werden. Die Abkehr gelang deutlich, das Album klang anders als die Vorgängeralben. Allerdings kamen die Fans und Kritiker nicht ganz so gut damit zurecht. The Unforgettable Fire war nicht so erfolgreich wie War. Das Album wird auch relativ kontrovers diskutiert.

Die Songs:

A Sort of Homecoming klingt klassisch nach U2, kraftvoll und melodiös mit vielen guten Einfällen. Pride (In the Name of Love) gehört zu den wichtigen klassischen U2 Songs. Der Song über Martin Luther King ist kraftvoll und klingt stellenweise hymnisch. Aus meiner Sicht ist es einer der besten U2-Songs überhaupt. Wire fängt mit einem klasse Gitarrenintro an, das sich dann in ein mittleres rhythmisches Gewitter entlädt. Bono singt toll, die Bridge bricht melodisch schön auf. The Unforgettable Fire fängt relativ experimentell an. Der Song wird geprägt durch Streicherarrangements und einen recht symphonischen Sound, der in großem Maß durch die Gitarrensounds erzeugt wird. Promenade klingt sehr reduziert. Drums und Bass sind sehr zurückhaltend, Edge bringt schöne perlende Gitarrensounds und Bono singt teilweise fast im Stil eines Lou Reed.

4th of July ist eine kurze und eher experimentelle Instrumentalnummer. Der Song erinnert an die Berlin-Phase Bowies. Bad bildet einen guten Mix aus älteren U2 Songs und den Topsongs von The Josuah Tree. Indian Summer Sky geht wesentlich härter und direkter zu Werke. Das klingt sehr klassisch nach U2. Drums und Basslinien treiben den Song gut an, dazu überzeugen Edge's Gitarrenteppiche und Bonos charismatische Stimme. Elvis Presley and America klingt insgesamt sehr außergewöhnlich und untypisch für die Band. Durch die akustische Gitarre und die eigenwilligen Drumfiguren ist der Song schwer zu beschreiben, klingt aber interessant. MLK ist noch ein Song über Martin Luther King. Der Song verbreitet eine elegische Stimmung, Bono singt fast schon ergreifend schön.

The Unforgettable Fire ist mein persönliches Lieblingsalbum von U2, Pride ist mein Lieblingssong von U2. Nicht nur wegen dieses Songs gefällt mir das Album sehr gut. Alle Songs sind gut gemacht, es gibt keine Ausrutscher. U2 steht hier am Übergang zwischen der klassischen Phase a la War und der moderneren Phase a la The Joshua Tree. Das klingt einfach gut. Irgendwie scheint das Album aber auf Fans tatsächlich wie eine Art Übergangsalbum zu wirken. Anders kann ich mir die oft zurückhaltenden Bewertungen nicht erklären.

Trackliste

  1. A Sort of Homecoming – 5:28
  2. Pride (In the Name of Love) – 3:48
  3. Wire – 4:19
  4. The Unforgettable Fire – 4:55
  5. Promenade – 2:35
  6. 4th of July – 2:12
  7. Bad – 6:09
  8. Indian Summer Sky – 4:17
  9. Elvis Presley and America – 6:23
  10. MLK – 2:31

Rezensent: MP