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Albumbesprechung Triumvirat - A La CarteAnzeigeTitel: A La Carte Erscheinungsjahr: 1978 Genre: Westcoast Rock
A La Carte ist ein Album der deutschen Band Triumvirat. Es erschien im Jahr 1978. Die Band legte bis zum Erscheinen von A La Carte vor allem Alben vor, welche musikalisch dem Bereich Prog-Rock oder Klassik-Rock zugeordnet wurden. Dabei wurde Triumvirat eigentlich immer als Klon der Band ELP bezeichnet. Im Laufe der Jahre wurde der Anteil an eingängigem Material jedoch immer stärker erkennbar. Und mit diesem Album A La Carte ist die Band komplett im Mainstream angekommen. Das Album muss fast schon wie ein Hammer über die Triumvirat-Fans gekommen sein. Die Prog-Rockanteile sind komplett verschwunden, Fritz legt ein Album vor, welches komplett im Easy Listening der US-Westküste angekommen ist. Das klingt wie ein Mix aus Steely Dan und damals bekannten AOR Bands, hat aber auch etwas von den Engländern 10CC. Und wenn man diese Bands kennt, dann ist eines klar: man darf ein perfektes, aber auch spannungsarmes Werk erwarten. Fritz lieferte mit A La Carte tatsächlich ein ziemlich perfekt klingendes Machwerk internationalen Formates ab. Die Band ist gut aufgestellt. Über Fritz' Fähigkeiten muss man nicht mehr viel schreiben. Holtmann spielt mindestens so gut Drums, wie er später moderierte. Bassist Kopal (später bei BAP) spielt sehr songdienlich. Sänger David Hanselmann macht seine Sache - aus meiner Sicht - gut. Songtechnisch bewegt sich das Album auf einem sehr hohen Niveau. Es gibt gute Pop-Songs, schnellere R&B Nummern und viel Westcoastmäßiges. Stellenweise klingt das aber auch fast schon Discomäßig. Mainstream Hörer dürften ihre Freude an dem Album haben. Fans der alten Triumvirat sowie Freunde des Klassik-Rock und Prog-Rock dürften aber maßlos enttäuscht sein. Das muss man so sagen. Dabei zeichnete sich der Trend zum AOR schon auf den Vorgängeralben ab. Eines ist bei der Art von Musik immer ein Problem: alles klingt ordentlich und perfekt, aber auch sehr glatt und bisweilen spannungsarm. So richtig hängen bleibt da selten etwas, so auch bei A La Carte. Ein ordentliches Dinner setzen uns Triumvirat vor, aber so richtig satt wird man nicht und man träumt von einer deftigen Curry-Wurst oder Pommes rot-weiß.
Rezensent: MP
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