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» Traffic - Far From HomeAlbumbesprechung Traffic - Far From HomeAnzeigeTitel: Far From Home Erscheinungsjahr: 1994 Genre: Rock Bewertung: ![]()
Far From Home ist ein Album der Band Traffic, welches im Jahr 1994 erschien. Im Prinzip wird es wahrscheinlich das endgültig letzte Studioalbum der Band Traffic sein, denn nach dem Tod von Jim Capaldi scheint eine erneute Reunion der Band eher unwahrscheinlich. Far From Home erschien im Verlauf einer kurzfristigen Reunion im Jahr 1994, nachdem sich die Band schon 1974 aufgelöst hatte. Wenn man so will, handelt es sich bei Far From Home aber lediglich um ein Produkt der beiden ehemaligen Traffic Musiker Steve Winwood und Jim Capaldi. Dave Mason war nicht beteiligt, Chris Wood war bereits im Jahr 1983 verstorben. Das Album trägt in erster Linie die Handschrift von Steve Winwood. Songs wie Riding High, Here Comes A Man, Nowhere Is Their Freedom hätten man so auch auf einem Soloalbum von Winwood vermuten können. Der Titelsong Far From Home ist mit vielen interessanten Ideen eigentlich interessant angelegt. Allerdings wirkt er über die Länge von knapp 8:30 etwas langatmig. Holy Ground ist wegen der schönen Uillean Pipe Beiträgen von Davy Spillane erwähnenswert. Auch der abschließende Song Mozambique kann etwas aus der Masse der Songs herausstechen. Bemerkenswert finde ich die Gitarrenlines von Winwood, der hier seine Klasse als Gitarrist unter Beweis stellt. Der Rest der Songs kann jedoch nie nachhaltig beeindrucken. Capaldi und Winwood, die alten Haudegen von Traffic, haben sich hier noch einmal zusammen gefunden. Und sie haben praktisch im Alleingang das Album eingespielt. Eigentlich muss man sagen, Winwood hat es fast im Alleingang eingespielt, denn Capaldi steuerte in erster Linie die Drums bei. Irgendwie kann es da nicht verwundern, dass dieses Album eigentlich auch als ein Winwood Soloalbum durchgehen könnte. Für ein Traffic Album hätte ich mir mehr erhofft. Aber da fehlen eben die Beiträge von Dave Mason, da kommt man nicht drum herum. Capaldi und Winwood präsentieren beileibe kein schlechtes Album, aber irgendwie können sie auch nie komplett überzeugen. Manchmal klingt das alles wie am Reissbrett zusammengestellt.
Rezensent: MP
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