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AnzeigeAlbumbesprechung Tohpati Ethnomission - Salamatkan Bumi (Save the Planet)Interpret: Tohpati EthnomissionTitel: Salamatkan Bumi (Save the Planet) Erscheinungsjahr: 2010 Genre: Jazz-Fusion, Ethno-Fusion, Prog Bewertung: ![]() ![]()
Salamatkan Bumi (Save the Planet) ist ein Album des indonesischen Gitarristen Tohpati bzw. seines Projekts Tohpati Ethnomission. Das Album erschien 2010 bei Moonjune Records. Tohpati legt kein Album vor, das nur nach Indonesien klingt. Ethno-Sounds klingen zwar immer mal durch - aber Tohpati orientiert sich stilistisch vor allem an Fusion-Gitarristen wie Terje Rypdal, John McLaughlin oder auch Mike Miller. Allerdings gibt es auch einiges in Richtung Robert Fripp und sogar einige Parts, welche mich an Steve Morse erinnern. Damit ist auch klar: das Album hat vor allem etwas mit Jazz-Fusion zu tun und entfernt mit Prog-Rock. Die Nutzung der Synth-Midi Gitarre lässt Keyboard-Fans dabei vielleicht auch das Fehlen von Keyboards etwas vergessen. Bei Kritikern kam das Album ganz gut an. Allgemein wurde vor allem das exzellente Gitarrespiel von Tohpati gelobt. Allerdings sollte man auch die Begleitband nicht vergessen, die einen mehr als guten Job macht. Die Rhythmussektion ist klasse - Drummer Narawangsa spielt auf einem sehr hohen Niveau, ebenso Bassist Hardjodikoro. Da hat sich Tohpati schon die Creme der indonesischen Fusion-Szene an Bord geholt. Tohpati bietet uns auf Songs wie Selamatkan Bumi (Save the Planet), Bedhaya Ketawang (Sacred Dance), Inspirasi Baru (New Inspiration), Perang Tanding (Battle Between Good & Beast) oder Hutan Hujan (Rain Forest) einen schönen Mix aus Jazz-Fusion mit Ethno-Sounds und vielen experimentellen bis leicht abgedrehten Parts. Der Song Drama erinnert stark an King Crimson, Tohpati frickelt hier im Stil eines Robert Fripp. Ethno Funk knüpft im Prinzip an Drama an. Auch hier gibt es einen starken Bezug zu King Crimson. Der Song ist relativ komplex, weist viele schöne und fast melodiöse Parts auf, scheut aber auch keine Dissonanzen. Das Gitarrensolo von Tohpati ist bemerkenswert gut. Auch der letzte Song Amarah (Anger) hat aus meiner Sicht gewisse Anleihen an King Crimson. Den Song bestreitet Tohpati alleine. Gegunungan (Gateway Of Life) erinnert mich anfangs stark an die Jazz-Rockgitarristen nordischer Prägung. Die Gitarrenläufe sind flink und immer wieder leicht dissonant, die Begleitung beschränkt sich vor allem auf Percussions. Biarkan Burung Bernyanyi (Let The Birds Sing) erinnert mich unglaublich stark an Songs von Steve Morse (Solo und auch mit den Dregs). Und wenn wir schon bei Steve Morse sind - Pesta Rakyat (Festive People) ist ein Song, der neben fernöstlichen Klängen einige Countrymäßige Gitarrenparts im Morse-Stil featured. Die Jazz-Fusion Szene Indonesiens genießt einen guten Ruf. Wenn man so ein Album hört, dann wird einem klar, warum das so ist. Die Band um Tohpati spielt auf einem hochklassigen Niveau. Tohpati selbst ist ein Top-Gitarrist, der mit allen Wassern gewaschen ist. Das Album ist von daher für jeden Gitarristen unbedingt empfehlenswert. Außerdem richtet es sich natürlich an Freunde des Jazz-Fusion. Aufgrund der vielen Anspielungen an King Crimson könnte aber auch der eine oder andere Prog-Fan Gefallen an Salamatkan Bumi (Save the Planet) finden.
Rezensent: MP |