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Albumbesprechung Thin Lizzy - JailbreakAnzeigeTitel: Jailbreak Erscheinungsjahr: 1976 Genre: Hard-Rock Bewertung: ![]()
Jailbreak ist das sechste Studioalbum der irischen Rockband Thin Lizzy. Es erschien im Jahr 1976. Das Album wird von vielen Fans und Kritikern als das wichtigste Lizzy Album betrachtet. Mit Jailbreak schaffte die Band so etwas wie ihren Durchbruch, vor allem in den USA waren sie mit dem Album und den Singles Jailbreak und The Boys Are Back In Town recht erfolgreich. Das Album wurde in der vielleicht klassischsten aller Thin Lizzy Besetzungen eingespielt: Scott Gorham und Brian Robertson an den Gitarren, Brian Downey an den Drums und Phil Lynott an Bass und Vocals. Eröffnet wird das Album mit dem Titelsong und Bandklassiker Jailbreak. Ein Trademark Thin Lizzy Song mit zündenden Riffs und angenehm treibendem Rhythmus. Angel from the Coast besitzt ein abwechslungsreicheres Arrangement, bietet aber dennoch klassische Zutaten: Power, schöne Riffs und die typischen Twin-Leads. Running Back klingt dagegen fast wie ein Kinderlied. Eine simple Pianomelodie als Counterpart zu dezenten Gitarrenchords verleihen dem Song eine lässige Atmosphäre. Romeo and the Lonely Girl knüpft an die lässige Atmosphäre des Vorgängersongs an. Die Band legt mit Warriors zu. Der Song rockt direkt und ohne Kompromisse mit psychedelischen Anteilen. The Boys Are Back in Town ist ein weiterer Bandklassiker. Der groovige Song glänzt mit einer gefälligen Melodie und vieeeeel Twin-Leads. Fight or Fall fällt danach etwas ab, das wirkt etwas unentschlossen. Auch der Cowboy Song gehört zu den Klassikern der Band. Nach einem fast schmachtenden Beginn gibt es eine Breitseite - Twin-Leads, harter Rock und ein gut shoutender Lynott ergeben klassischen Riff-Rock allerbester Güte. Emerald gehört auch zu den bekannteren Songs der Band - sie spielte ihn zumindest Live immer sehr gerne. Der vielleicht komplexeste Song des Albums überrascht mit einem recht ausgefeiltem Arrangement. Der Rhythmus ist tricky, die Gitarrensoli bemerkenswert und ausschweifend. Warum Thin Lizzy mit den Studioalben nie den ganz großen Durchbruch geschafft hat, bleibt ein Rätsel. Spätestens mit Jailbreak konnte eigentlich kein Rockfan mehr an dieser Band vorbeikommen. Was Thin Lizzy hier anbietet, ist toll. Die Songs sind, bis auf Fight Or Fall, praktisch alle gut. Das Album bietet das, was man als Rockfan braucht. Aus meiner Sicht stellt Jailbreak einen der stärksten Beiträge der Band dar, getoppt vielleicht durch Black Rose.
Rezensent: MP
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