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Albumbesprechung Supertramp - Crisis? What Crisis?AnzeigeTitel: Crisis? What Crisis? Erscheinungsjahr: 1975 Genre: Prog-Rock, Art-Pop Bewertung: ![]()
Crisis? What Crisis? ist das vierte Studioalbum der Band Supertramp. Es erschien im Jahr 1975. Supertramp konnte mit dem Vorgängeralbum Crime Of The Century 1974 einen ersten kleinen Durchbruch schaffen. Während man in der Heimat weniger von der Band wissen wollte, war Supertramp in den USA einigermaßen erfolgreich. Wahrscheinlich nahm die Band dieses Album aus dem Grund in Los Angeles auf. Supertramp schien sich gefestigt zu haben, denn erstmals gab es keine Umbesetzungen innerhalb der Band. Musikalisch konnte man eine gewisse Konstanz feststellen, wobei sich hier aber schon ein Trend weg vom kunstvollen Rock hin zum Mainstream abzeichnete. Was fehlt, sind die ganz großen Klassiker a la School oder Dreamer und die großen proggigen Parts. Die Songs: Easy Does It beginnt easy - mit einem pfeifenden Spaziergänger. Der gelungene Popsong hält an der leicht beschwingten Stimmung fest. Sister Moonshine knüpft an Easy Does It an. Wieder präsentiert die Band einen sehr leicht verdaulichen Popsong. Ain't Nobody But Me beginnt etwas komplexer und behält auch mehr Abwechslung bei. Dennoch gehört der Song sicherlich nicht zu den stärksten Supertrampnummern. A Soapbox Opera beginnt verspielter und wirkt anspruchsvoller - dennoch überwiegt der Popfaktor. Another Man's Woman wirkt wieder ziemlich mainstreammäßig und etwas vorhersehbar. Mit Lady geht es ähnlich weiter. Mit dem hohen E-Piano Anteil wird man aber stärker an frühere Alben erinnert. Poor Boy beginnt zwar auch mit E-Pianoparts, allerdings geht der Song bald in Richtung Steely Dan. Just a Normal Day fällt als seichter Singer Songwriter Beitrag ab. The Meaning ist eigentlich der erste Song, der etwas komplexer aufgebaut ist. Two of Us beendet das Album als nette und durchaus schöne Ballade. Crisis? What Crisis? hinterlässt auf mich einen etwas zwiespältigen Eindruck. Das erste Album war interessant und kunstvoll gestaltet, das zweite Album war musikalisch flach. Das dritte Album klang dann wieder sehr interessant - und dieses vierte Album hat wieder eher die Tendenz zu seichtem und oft unverbindlichem poppigen Material. Es scheint fast so, als ob die Band da eine feste Reihenfolge hat. Schlecht ist das Album nicht, denn die Songs sind alle ordentlich und Supertramp spielen das Material auch gut ein. Aber die Band kann nie wirklich überzeugen. Aus meiner Sicht liefert die Band noch eine ordentliche Leistung ab, ohne jedoch an die Leistung von Crime Of The Century heranreichen zu können.
Rezensent: MP
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