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Albumbesprechung Supertramp - Crime of the CenturyAnzeigeTitel: Crime of the Century Erscheinungsjahr: 1974 Genre: Prog-Rock, Art-Pop Bewertung: ![]()
Crime of the Century ist das dritte Studioalbum der Band Supertramp. Es erschien im Jahr 1974 und kennzeichnet sozusagen den ersten kleinen Durchbruch der Band, zumindest in den USA. Endlich nahmen Hörer und Kritiker Notiz von der Band. Das Album wurde allgemein recht gut bewertet. Von vielen Fans wird es als das beste aller Supertramp Alben bezeichnet. Mit School, Dreamer, Bloody Well Right und Rudy sind vier Klassiker von Supertramp auf diesem Album enthalten. Supertramp schaffte mit dem Album zum ersten Mal den Sprung in die Top 40 in den USA. Im Sog der folgenden Alben konnte es im Jahr 1977 sogar mit Gold ausgezeichnet werden. Die Band trat hier auch zum erstenmal mit ihrem danach als klassisch bezeichneten Line-Up an: Bob C. Benberg - drums, Percussion, Roger Hodgson - vocals, Guitar, pianos, John Anthony Helliwell - saxophones, clarinets, vocals, Dougie Thomson - Bass und Richard Rick Davies - Vocals, Keyboards, Harmonica Supertramp eröffnet das Album mit dem Bandklassiker School. Nach einem fast schon bedrückenden Mundharmonikaintro, das auch von Sergio Leone hätte stammen können, wirkt der Song danach mit der Pickinggitarre und dem Hodgson-Gesang fast schon zerbrechlich. In der Folge legt die Band permanent zu, das Pianooutro ist Weltklasse. Bloody Well Right ist ein weiterer Klassiker der Band. Das E-Piano Intro klingt sehr gut, danach wird das Tempo des Songs etwas zäh. Die Gitarrenriffs klingen hart und etwas bluesig. Hide In Your Shell gehört zu den Songs der Marke poppig bis Mainstream. Bei Supertramp besteht immer die Gefahr, dass es etwas in seichte Gefilde abdriftet. Das kann hier gerade noch so verhindert werden, wobei der Song anfangs auch gut als schönes Kinderlied durchgehen könnte. Asylum beginnt balladesk mit einem leicht verdaulichen Pianointro. Der Song wird danach aber praktisch permanent gesteigert, zum Schluss wird man dann wieder abrupt gestoppt - hier spielt die Band schön mit der Dynamik des Songs. Dreamer ist ein weiterer Klassiker der Band. Der Song ist einfach schön gemacht. Wenn schon Supertramp Pop, dann so etwas. Auch Rudy gehört ohne Zweifel zu den Bandklassikern, wobei hier weniger der Mainstream bedient wird. Die instrumentalen Dialoge des Songs sind bemerkenswert, erstaunlich sind die musikalischen Bezüge zu Billy Joel. If everyone was listening plätschert dann leider etwas vor sich hin und kann nicht ganz überzeugen. Zum Abschluss schafft die Band dann mit dem Titelsong Crime Of The Century noch einmal einen kleinen Höhepunkt. Die zweite Hälfte des Songs ist instrumental gehalten, mit der Orchestrierung klingt das relativ üppig aber nie überarrangiert. Crime Of The Century wird von vielen Supertrampfans als das beste aller Supertrampalben bezeichnet. Ich würde mich diesem Urteil anschließen. Es gibt praktisch keinen Ausfall, instrumental passt alles wunderbar. Davies und Hodgson wechseln sich gesanglich kongenial ab. Mit School und Dreamer sind zwei der größten Supertrampsongs mit auf dem Album und die anderen Songs sind alle gut bis sehr gut. Wer sich für Supertramp interessiert, der kommt aus meiner Sicht um dieses Album nicht herum.
Rezensent: MP
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