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Albumbesprechung Joss Stone - Mind Body & SoulAnzeigeTitel: Mind Body & Soul Erscheinungsjahr: 2004 Genre: Soul Bewertung: ![]()
Mind Body & Soul ist das zweite Album der britischen Soulsängerin Joss Stone. Das Album erschien im Jahr 2004. Das Album wurde ein geradezu sensationeller Erfolg für Joss Stone. Sie erreichte Rang 1 im UK, wo sie seitdem die jüngste Künstlerin ist, welche die Topposition der Charts erklommen hat. Das Album zählt bis heute zu den erfolgreichsten Alben der jungen Soulsängerin. Die Kritiken fielen aber etwas verhaltener aus, als auf dem Debütalbum. Joss Stone ist Jahrgang 1987, ihrer Stimme hört man das nicht wirklich an. Denn die junge Dame hat eindeutig den Soul in der Stimme. Schon mit 14 Jahren konnte sie einige Wettbewerbe gewinnen. 2003 veröffentlichte man die so genannten Soul Sessions, auf denen Joss einige unbekannte Soul Songs der 50er und 60er Jahre interpretierte. Das machte sie so gut, dass sie praktisch über Nacht zu einer der großen Hoffnungen der Soul/Rockmusik aufstieg. Und sie enttäuschte die Hoffnungen nicht. Auf dem Nachfolgealbum Mind, Body And Soul zeigte sich Joss gereifter. Sie schrieb an den meisten Songs selbst mit. Das Album konnte weltweit recht hoch charten, in England auf Platz 1 der Charts. Joss Stone legt mit Mind Body & Soul ein ziemlich perfekt klingendes Album vor. Die Soul Sessions klangen erdiger und rauer - aber auch authentischer. Dies wäre sicherlich ein gewisser Kritikpunkt an diesem Album. Richtiger Soul muss oder sollte nicht ganz perfekt klingen. Den Song You Had Me kennen sicherlich die meisten Musikhörer. Er konnte relativ hoch charten. Das gesamte Album bewegt sich stilistisch vornehmlich im Bereich ruhigen und relaxten Souls, der jedoch immer auch etwas klinisch klingt. Wenige Songs sind schnell oder sehr groovig dargeboten (You Had Me, Don't Cha Wanna Ride, Young At Heart oder Snakes And Ladders). Der Song Less Is More klingt Reggae-mäßig. Im Übrigen bringt Joss sehr relaxte und tempomäßig moderate Soulnummern mit leichten Einflüssen aus R&B und Gospel. Eines steht fest: Joss Stone singt sehr gut, sie hat eine faszinierende Soul-Stimme. Für dieses Genre ist sie wie geschaffen. Sie steht für mich in der Tradition von Janis Joplin und vielleicht Anastacia - wenngleich sie nicht ganz so "dreckig" und hart klingt. Das gesamte Album steht musikalisch auf einem guten Niveau, die Songs sind alle gut eingespielt. Joss Stone erstaunt mich persönlich durch ihre Reife. Das klingt sehr abgebrüht und perfekt. Vielleicht etwas zu perfekt, denn das geht zu Lasten der Authenzität. Was damit gemeint ist, merkt beim im direkten Vergleich mit dem Vorgängeralbum Soul Sessions. Für Soul-Fans dürfte dieses Album jedoch ein Muss sein. Wer gerne ruhigere und angenehme Songs hört, der sollte sich Joss Stone unbedingt einmal anhören. Für Freunde härterer Grooves könnte das Album aber etwas zu ruhig sein.
Rezensent: MP |