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Albumbesprechung Smashing Pumpkins - Mellon Collie And The Infinite Sadness

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Interpret: Smashing Pumpkins

Titel: Mellon Collie And The Infinite Sadness

Erscheinungsjahr: 1995

Genre: Alternative-Rock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen
(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Mellon Collie And The Infinite Sadness ist das dritte Album der Smashing Pumpkins. Das Album erschien im Jahr 1995. Die umfangreiche Doppel-CD enthält nicht weniger als 28 Songs, man könnte das Ganze fast schon als den Magnus Opus der Band betrachten. Es war das erste Album der Pumpkins, das auf Platz 1 der US Charts kam. Aber nicht nur dort war es so erfolgreich. Die Kritiker waren begeistert und man nominierte die Band für immerhin sieben Grammys. Das Album wird allgemein als eines der wichtigen Alben der Rockmusik gewertet.

Mellon Collie And The Infinite Sadness ist zweifellos ein sehr ambitioniertes Werk. Billy Corgan nannte es selbst The Wall für die Generation X. Musikalisch wollte die Band ihr ganzes Spektrum zeigen. Die beiden CDs erhielten eigene Bezeichnungen. CD 1 nennt sich Dawn To Dusk, CD 2 Twilight to Starlight. So eine Doppel-CD ist schon etwas Besonderes. Wo viel Musik drauf ist, kann aber auch einiges schieflaufen. Über zwei Stunden ein gleichbleibendes Niveau zu halten, ist schwierig.

Stilistisch ist das Werk extrem breit gefächert. Der Schwerpunkt liegt klar im Bereich Alternative Rock. Dabei klingen die Alternative Songs (Jellybelly, Zero, Bullet with Butterfly Wings, To Forgive, Fuck You (An Ode to No One), Porcelina of the Vast Oceans, 1979, Tales of a Scorched Earth, Thru the Eyes of Ruby und X.Y.U) insgesamt abwechslungsreich. Mal agiert die Band härter, mal softer, mal mit mehr und mal mit weniger Experimenten. Typisch ist sicherlich diese leicht melancholische Note, welche vor allem durch den Gesang Corgans vestärkt wird. Die balladesken Momente halten sich im überschaubaren Rahmen und finden gelungen auf Songs wie Mellon Collie and the Infinite Sadness, Thirty-Three, In the Arms of Sleep, Stumbleine, By Starlight oder Farewell and Goodnight statt. Ebenfalls ruhigerer Natur, aber fast schon symphonisch, klingt Tonight, Tonight. Klassischer Rock und Pop wird auf Songs wie Here Is No Why, Love, Galapogos, Muzzle, We Only Come Out at Night, Beautiful, oder Lily (My One and Only) bedient, fast schon heavy klingen Where Boys Fear to Tread und Bodies.

Mellon Collie And The Infinite Sadness ist schon ein großes Werk, das die Smashing Pumpkins abliefern. Das Album stellt einen würdigen Nachfolger von Siamese Dreams dar. Abwechslung bietet dieses Album satt - von harten Alternativeklängen über Rock bis zur Ballade wird die ganze Palette geboten. Die Band spielt zeitgemäße moderne Sounds, würzt das aber auch mit der einen oder anderen Reminiszenz an alte Rock-/Popbands. Ein gewisser Nachteil ist letztlich der enorme Umfang des Werkes. Einerseits ist das alles zwar sehr vielfältig, aber es klingt dadurch auch etwas unentschlossen. Was mir fehlt, sind die ganz großen Songs. Dafür gibt es aber auch keinen Totalausfall.

Disc 1: Dawn to Dusk

  1. Mellon Collie and the Infinite Sadness – 2:52
  2. Tonight, Tonight – 4:14
  3. Jellybelly – 3:01
  4. Zero – 2:41
  5. Here Is No Why – 3:45
  6. Bullet with Butterfly Wings – 4:18
  7. To Forgive – 4:17
  8. Fuck You (An Ode to No One) – 4:51
  9. Love – 4:21
  10. Cupid de Locke – 2:50
  11. Galapogos – 4:47
  12. Muzzle – 3:44
  13. Porcelina of the Vast Oceans – 9:21
  14. Take Me Down (Iha) – 2:52

Disc 2: Twilight to Starlight

  1. Where Boys Fear to Tread – 4:22
  2. Bodies – 4:12
  3. Thirty-Three – 4:10
  4. In the Arms of Sleep – 4:12
  5. 1979 – 4:25
  6. Tales of a Scorched Earth – 3:46
  7. Thru the Eyes of Ruby – 7:38
  8. Stumbleine – 2:54
  9. X.Y.U. – 7:07
  10. We Only Come Out at Night – 4:05
  11. Beautiful – 4:18
  12. Lily (My One and Only) – 3:31
  13. By Starlight – 4:48
  14. Farewell and Goodnight (Corgan/Iha) – 4:22

Rezensent: MP