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CD-Kritik Joe Satriani - Not Of This EarthAnzeigeTitel: Not Of This Earth Erscheinungsjahr: 1986 Genre: Instrumental-Rock, Gitarre Bewertung: ![]()
Not Of This Earth war das erste komplette Studioalbum von Joe Satriani. Es erschien im Jahr 1986. Satriani spielt auch heute noch einige der Songs von dem Album, wenn er Live auftritt. Das Album selbst erscheint praktisch nicht mehr im Originalcover, weil die ersten Originalvorlagen dafür verloren gingen. Ein gewisse Besonderheit des Albums ist sicherlich der Einsatz von programmierten Drums. Die Songs: Der Titelsong Not of This Earth eröffnet das Album mit schönen Gitarrenvoicings, dazu gibt es einen einfachen, aber fetten Drumbeat aus der Maschine. Das klingt alles recht geheimnisvoll, denn Satriani stellt hier sein Pitch Axis System vor. The Snake beginnt funky und sehr groovig. Eine nette, fast schon lustige Nummer mit einer schönen und gut nachvollziehbaren Melodie. Rubina ist ein sehr getragener und balladesker Song, den Satriani seiner Frau Rubina widmete. Mit solchen Songs hat Satriani eigentlich die größte Hörerschaft außerhalb der Gitarrengilde anziehen können. Ein sehr schöner Titel, sehr melodiös und fast schon meditativ. Memories ist relativ ungewöhnlich gestaltet, denn Satriani orientiert sich rhythmisch durchaus am Reggae. Aber natürlich gibt dazu wieder jede Menge außergewöhnlicher Ideen und viel Legatospiel. Brother John gehört wieder zu den ruhigen Satrianisongs, weist aber einen gewissen Bezug zur Klassik an. The Enigmatic klingt fast schon nach Prog-Rock. Der Song klingt ungewöhnlich, was sicherlich durch den Einsatz der sogenannten Enigmatischen Tonleiter kommt. Driving at Night hört sich irgendwie nach New Wave und NDW an. Das klingt nett und freundlich, aber nicht sehr berauschend. Dafür brizzelt Hordes of Locusts richtig fett los. Das klingt jederzeit bedrohlich, eben wie eine Horde Heuschrecken. New Day ist wieder verspielter und etwas vertrackter. An dem Song könnten sich wahrscheinlich auch Prog-Freunde erfreuen. The Headless Horseman ist ein typischer Satriani Two-Handed Tapping Song. Das klingt cool und der Songtitel macht Sinn. Bei Satriani geht es, nach meinem Ermessen, nicht immer nur um schneller - höher - weiter, wie man das von vielen Shredding Gitarristen kennt. Das zeigt er schon mit seinem ersten richtigen Studioalbum. Der Meister der Melodie liefert ein wirklich vorzügliches Album ab. Satriani gräbt auch immer tief in seinem musiktheoretischen Fundus. Das macht er hier auch, aber es hört sich nicht ganz so geplant an, wie auf einigen späteren Alben. Mir persönlich gefällt Not Of This Earth sehr gut, sowieso lieferte Satriani mit seinen ersten Alben die besten Leistungen ab.
Rezensent: MP
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