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Albumbesprechung Santana - Zebop!AnzeigeTitel: Zebop! Erscheinungsjahr: 1981 Genre: Latin-Rock, AOR Bewertung: ![]()
Zebop! ist das elfte Studioalbum der Band Santana. Das Album erschien im Jahr 1981 und war insgesamt erfolgreicher als das Vorgängeralbum Marathon. Immerhin gab es für Zebop! in den USA wieder Platin. Mit dem Song Winning erreichte Santana Rang 17 der US-Charts. Es war auf Jahre gesehen die letzte erfolgreiche Singleauskopplung der Band. Musikalisch waren Santana zu der Zeit fast komplett im Mainstream-Rock angekommen. Die Latineinflüsse auf dem Album waren - verglichen mit den frühen Alben - subtilerer Natur. Dennoch war der Mix aus Latin und Pop hier besser gelungen, als auf dem Vorgängeralbum Marathon. Insgesamt wirkte das Ergebnis stimmiger, auch die Gitarrenparts Santanas wirken über das ganze Album präsent und gut. Die Songs: "Changes" stammt im Original von Cat Stevens. Die Version von Santana wirkt etwas unverbindlich, aber immerhin veredelt er den Song mit zwei guten Soli. "E Papa Re" beginnt mit einem Riff, welches an die Cocker Version With A Little Help erinnert. Danach entwickelt sich ein Song mit gewissen Disco/Soul/Latin Einflüssen, das Solo gegen Ende wertet den Song enorm auf. "Primera Invasion" erinnert an alte Zeiten. Das Instrumental pendelt zwischen klassischem Latin und Jazz Fusion und bietet so einen schönen Mix aus Santana und Al Di Meola. "Searchin'" gehört zu den Songs, welche deutlich im AOR fischen. Der Song wirkt unaufregend und besitzt wenig Durchsetzungskraft. Ähnlich gelagert ist auch der Song "Over And Over", der dem typischen US-AOR Standard entspricht. "Winning", das Cover eines Russ Ballard Songs, kann nicht wesentlich zulegen. Der Song klingt aber etwas besser als die beiden Vorgängersongs. "Tales of Kilimanjaro" kann man, im Nachhinein, zu den bekanntesten Songs des Albums zählen. Der Song findet sich immer wieder auf Santana-Compilations. Santana präsentiert ein schönes Instrumental, welches Richtung Jazz Fusion tendiert. "The Sensitive Kind" ist das Cover eines J. J Cale Songs. Santana spielen den Song routiniert ein, das wirkt angenehm laid back. "American Gypsy" ist ein Instrumental, mit schönen Duellen zwischen Pasqua und Santana. Mit den Latin-Sounds hat das viel von den klassischen Santana, zumal es hier wieder die alten Chants dazu gibt. Mit "I Love You Much Too Much" legt Santana noch ein Instrumental ganz im Geiste von Europa oder Samba Pa Ti vor. So ein Song kann natürlich nicht mehr überraschen. Aber wieder einmal präsentiert Santana ein schönes Instrumental mit stellenweise ergreifenden Parts. "Brightest Star" beginnt mit einem klassischen Santana Intro, allerdings wird es mit Einsetzen des Gesangs wieder sehr flach. Der letzte Song "Hannibal" kann aber noch einmal positiv überraschen. Anfangs erinnert Santana in starkem Maß an die proggigen Jethro Tull. Mit dem folgenden Latin und Jazz Fusion Mix klingt das Instrumental recht interessant, die Gitarrenparts von Carlos Santana klingen aufregend.
Rezensent: MP |