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Albumbesprechung Santana - MarathonAnzeigeTitel: Marathon Erscheinungsjahr: 1979 Genre: Latin-Rock, AOR Bewertung: ![]()
Marathon ist das zehnte Studioalbum von Santana, das Album wurde 1979 veröffentlicht. Zu der Zeit befand sich die Band und sicherlich auch ihr Bandleader in einer Art Umbruch. Wenn man so will, näherte sich Santana damals dem Mainstream bzw. dem AOR. Kommerziell ging die Rechnung allerdings nicht auf. Santana verlor mehr alte Fans, als er Neue hinzugewinnen konnte. Auf dem Album war zum ersten Mal Alex Ligertwood als Sänger dabei. Er blieb für die nächsten Alben bei der Band. Außerdem hatte Santana zum ersten Mal Alan Pasqua an den Keyboards dabei. Musikalisch verließ Santana, wie erwähnt, in starkem Maß seine angestammten Bereiche. Aus meiner Sicht klang er zuvor noch nie so stark nach AOR und so dezent nach Latin. Allerdings korrigierte er dieses Konzept mit dem nächsten Album und sollte damit auch wieder mehr Erfolg haben. Die Songs: "Marathon" ist ein kurzes Instrumental. Der Song spielt mit Elementen aus Rock und dem Latin Jazz Fusion eines Al Di Meola. Mit "Lightning in the Sky" nähert sich Santana dem AOR, allerdings ist ihm der Song noch ganz ordentlich gelungen. "Aqua Marin"e ist ein weiteres Instrumental. Man zählt den Song heute zu den bekannteren Santana Songs, interessant sind die dezenten Anspielungen an prog-rockige Themen. Mit dem Song "You Know That I Love You" kommt Santana dann komplett in Pop und AOR an. Der Song ist zwar nett gemacht, kann aber nicht überzeugen. "All I Ever Wanted" erinnert an Kansas. Der Song rockt ordentlich, pendelt aber unentschlossen zwischen interessanten Motiven und etwas schalen AOR Parts. "Stand Up" wirkt kaum entschlossener und ziemliche dünnflüssig, dafür ist "Runnin'" ein cooles kurzes Instrumental mit bemerkenswerter Bassarbeit. "Summer Lady" ist eigentlich der erste Song, der über die gesamte Länge ein Latin-Feeling anbietet. Dennoch knüpft Santana nicht an alte Glanztaten an, der Song wirkt insgesamt etwas drucklos. Nicht viel mehr Druck macht der Rocksong "Love", der wiederum ein gewisses Kansas-Flair verströmt. "Stay (Beside Me)" beginnt verheißungsvoll, flacht dann aber schnell ab. Auf früheren Alben hätten Santana daraus ein Groovemonster gemacht, aber die Band kann das hier nie umsetzen. Dazu wirken auch noch die Keyboardsounds störend. "Hard Times" beschließt unauffällig, wieder mit gewissen Anklängen an Kansas.
Rezensent: MP |