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CD-Kritik: R.E.M - Green

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Interpret: R.E.M

Titel: Green

Erscheinungsjahr: 1988

Genre: Rock, Alternative-Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen
(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Green war das sechste Album der Band R.E.M. Es kam im Jahr 1988 heraus. Mit dem Album änderte sich einiges in der Band. Das Vorgängeralbum war das letzte, das sie für ihre alte Plattenfirma herausbringen musste. Nachdem der Kontrakt erfüllt war, wollte die Band einen Major-Deal. Man erhoffte sich davon vor allem eine bessere Promotion der Alben. Die Band versuchte während der Aufnahmen viel. Das Procedere des Songwriting wurde mehrfach geändert. Die Musiker versuchten die Instrumente jeweils anderer Bandmitglieder zu lernen und spielten schließlich einige Tracks in veränderter Besetzung ein.

Die Reaktion auf das Album war gut. Die Kritiker waren relativ zufrieden. Die Fans mochten das Album. Es kam bis auf Platz 12 der US-Charts und erreichte im UK Platz 27. Damit schafften R.E.M ihren Durchbruch in Europa.

Die Songs:

Pop Song 89 soll wohl wie ein Klon eines Popsongs aus den 1960ern klingen, klingt aber nie besser als eine schlechte Kopie. Get Up knüpft an den ersten Song an und klingt wie ein mäßiger BritPop. You Are the Everything klingt folkig. Die Gesangslinien sind gut gelungen. Stand versinkt dagegen mit seinem Standardriff aus Rock'n'Roll Zeiten in der Bedeutungslosigkeit. World Leader Pretend kann als R.E.M typischer Popsong durchaus überzeugen.

The Wrong Child erinnert in der Konzeption stellenweise an Simon & Garfunkel. Orange Crush klingt mit seinem Mix aus Pop und leicht psychedelische Passagen wieder etwas an die 1960er. Turn You Inside-Out erinnert angenehm an den Alternative-Rock. Auch der akustische Song Hairshirt klingt mit leichten Anleihen an den Folk nicht schlecht. I Remember California erinnert mit seinen interessanten und leicht experimentellen Parts an die Alternative Roots der Band. 11th untitled song ist ein Song ohne Titel - er wird offiziell in den Credits nicht aufgeführt. Der Song erinnert mich ganz entfernt an Ticket To Ride von den Beatles.

R.E.M. steckte mit diesem Album den Grundsound für die folgenden Erfolgsalben ab. Allerdings wirkt das alles noch etwas uneinheitlich. R.E.M zeigen zum ersten Mal diese typischen melodischen Songs, die stellenweise stark im Folk verhaftet sind. Dazu gibt es eine Prise 1960er Sounds und ein paar Alternative Rock Passagen. Wie gesagt klingt das für meine Begriffe noch sehr uneinheitlich und nicht ganz überzeugend. Allerdings sind der Band die akustischen Songs des Albums ganz gut gelungen.

Trackliste

  1. Pop Song 89 - 3:04
  2. Get Up - 2:39
  3. You Are the Everything - 3:41
  4. Stand - 3:10
  5. World Leader Pretend - 4:17
  6. The Wrong Child - 3:36
  7. Orange Crush - 3:51
  8. Turn You Inside-Out - 4:16
  9. Hairshirt - 3:55
  10. I Remember California - 4:59
  11. 11th untitled song - 3:10

Rezensent: MP