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Albumbesprechung Rainbow - Long Live Rock'n'RollAnzeigeTitel: Long Live Rock'n'Roll Erscheinungsjahr: 1978 Genre: Hard-Rock Bewertung: ![]()
Long Live Rock'n'Roll war das dritte Studio-Album der Band Rainbow. Es erschien im Jahr 1978. Auch dieses Album wurde ein großer kommerzieller Erfolg für Rainbow. Von vielen Fans wird es als eines der stärksten Alben der Band betrachtet, eine Ehre welches es sich meist mit Rising teilen muss. Chartmäßig lief das Album nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Bei Fans und Kritikern kam das Album aber sehr gut an. Wieder hatte Blackmore am Personalkarussell gedreht. Offiziell gehörten folgende Musiker zur Band: Ronnie James Dio - vocals, Ritchie Blackmore - guitar/bass, David Stone - keyboard, Bob Daisley - bass, Cozy Powell - drums. Eigentlich hätte Blackmore damit aber wenig umbesetzt. Dio war seit dem Debütalbum dabei, Powell seit Rising. Aber tatsächlich war es auch so, das schon während der Aufnahmen Daisley und Stone die Band verlassen hatten. Angeblich hat Blackmore einen großen Teil der Basslines selbst eingespielt. Nach dem Album ging dann bekanntlich auch Dio, der für das nächste Album von Graham Bonnet ersetzt wurde. Die Songs: Long Live Rock 'n' Roll ist der Titelsong und eröffnet das Album. Der Song ist extrem simpel aufgebaut, stellt aber einen gelungenen Lobgesang auf den Rock'n'Roll - kompromisslos, hart, ohne Schnörkel und dazu noch eingängig. Lady of the Lake ist ähnlich sparsam angelegt. Treibende Drums, sparsames Gitarrenriff und passende Basslines dazu, der Refrain ist sehr eingängig. L.A. Connection ist viel verschleppter gespielt. Der Song besitzt einen langsamen und harten Groove. Wieder ist der Refrain recht eingängig angelegt, der Song nähert sich etwas dem AOR. Gates of Babylon beginnt mit einem orientalisch klingenden Keyboardintro, das in einen extrem groovigen Part mündet. Insgesamt ein schöner harter und stellenweise fast progressiver Song. Kill the King gehört zu den Songs, die Rainbow schon vorher gerne auf Livekonzerten spielte. Ein schneller und kompromisslos treibender Song. Ich gehe mal davon aus, dass Blackmore hier wieder selbst den Bass gespielt hat, die unisono gespielten Gitarren- und Bassfiguren lassen es vermuten. Wieder ein Song der Marke Long Live Rock'n'Roll, vielleicht etwas härter. The Shed (Subtle) startet mit einem schönen Gitarrenintro, auch wenn der Gitarrensound etwas effektüberladen wirkt. Die Grundrezeptur des Songs ähnelt der aller anderen Songs - einfache Gitarrenparts mit unisono gespielten Basslinien ergeben einen simplen, aber effektiven Song. Sensitive to Light knüpft auch wieder an den typischen schnörkellosen Riffrock an. Wieder ein reduziertes leicht bluesiges Gitarrenbasisriff und unisono gespielte Basslines. Der Song ist recht flott gestaltet und geht in Richtung Boogierock. Rainbow Eyes beginnt balladesk. Die Gitarre wird mit einigen Hendrix-Zitaten gespielt, Dio singt zahm, dazu kommen dann noch Orchestersounds. Die symphonische Ballade klingt ordentlich, wirkt stellenweise aber etwas überladen. Einige Leute mochten Long Live Rock'n'Roll überhaupt nicht, andere betrachten es als ein Überalbum von Rainbow. Auch hier entscheidet der persönliche Geschmack. Für mich stellt es ein gutes Album der Band dar, das jedoch zum Beispiel mit Rising nicht ganz mithalten kann. Insgesamt legt Blackmore hier verstärkt sehr simple riffrockige Songs mit einer reduzierten Instrumentierung vor. Die Gitarre spielt meist das dominierende Riff, dazu spielt der Bass oft unisono. Powell treibt das Ganze gewohnt an. Dio singt ganz gut, aber nicht ganz so gut wie auf Rising. Mit den Songs kann mich Rainbow eigentlich überzeugen. L.A. Connection, Sensitive to Light und auch die Ballade Rainbow Eyes fallen aus meiner Sicht etwas ab. Dafür ist der Titelsong äußerst gelungen und mit Lady Of The Lake, Gates Of Babylon und Kill The King hat die Band weitere schwere Kaliber mit an Bord. Die guten Songs überwiegen aus meiner Sicht. Rainbow bietet weitestgehend schnörkellosen harten Rock, der durchaus überzeugen kann.
Rezensent: MP
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