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Albumbesprechung Pearl Jam - Ten

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Interpret: Pearl Jam

Titel: Ten

Erscheinungsjahr: 1992

Genre: Hard Rock, Grunge

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen
(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Ten ist ein Album der Band Pearl Jam. Das Album erschien im Jahr 1992 und war ein sensationeller Erfolg. In den USA erhielt die Band dafür Diamant. Auch in Kanada und Australien gab es immerhin 7-fach Platin für das Album. Das Album zählt zu den erfolgreichsten Rockalben überhaupt, alleine in den USA verkaufte die Band knapp 10 Millionen Exemplare von Ten.

Mit dem Album Ten näherte sich die Alternative Rockband Pearl Jam in starkem Maß dem Grunge, was von vielen Betrachtern auch kritisiert wurde. Man warf der Band vor, sie würde auf den kommerziell vielversprechenden Grunge-Zug aufspringen und damit die eigene Musik verraten. Tatsächlich stammt die Band aber sowieso aus Seattle und konnte eigentlich auch der dortigen Grungeszene zugeordnet werden. Letztlich ist es auch nicht so, dass man hier ein Album im Stil von Nirvana vorgelegt bekommt. Pearl Jam spielt einen recht bodenständigen Rock härterer Gangart mit einem Anteil an Alternative Rock. Die Band spielte die Songs in der Regel in Form von Jamsessions ein, dazu überlegte sich Sänger Eddie Vedder dann Gesangsparts.

Das Album Ten zeichnet sich durch einen gitarrenlastigen Hard-Rock aus, der meistens langsam gespielt wird. Was auffällt: die Basisriffs ähneln sich immer wieder stark. Das Album spiegelt viel vom Gefühl der damaligen jugendlichen Generation wieder. Der grundsätzliche Charakter des Albums ist relativ düster. Die Songs behandeln vornehmlich schwermütige Themen.

Ein Highlight ist der Hit Jeremy. Jeremy war die dritte Single und der vielleicht erfolgreichste Song des Albums. Das Musikvideo lief damals bei MTV rauf und runter. Dargestellt wird ein Schüler, dessen Eltern sich nicht um ihn kümmern. Die Mitschüler ärgern und unterdrücken Jeremy. Der Protagonist Jeremy kommt dann irgendwann ins Klassenzimmer und erschießt sich vor den Augen seiner Mitschüler.

Alive war die erste Singleauskopplung. Somit gehört Alive sicherlich auch zu einem der wichtigsten Songs jener Zeit. Auch der Song stellt fast schon einen in sich geschlossenen kleinen Epos dar. Es erzählt die Geschichte eines Jungen, der irgendwann erfährt, dass sein vermeintlicher Vater lediglich sein Stiefvater war. Der nächste Teil handelt von der Gewalt der Mutter gegen das Ich des Jungen, da sie im Sohn ein Abbild des Mannes sieht, den sie liebte und der sie verlassen hatte.

Once war einer der frühesten Songs der Band. Den Song schickte Stone Gossard schon 1990 als Demo an Eddie Vedder. Thematisch geht es um einen Amokläufer.

Ten ist ein ordentliches Album. Die Songs sind alle ordentlich gelungen, auch die textliche Gestaltung kann überzeugen. Das Album muss man heute als ein Stück Zeitgeschichte ansehen. Aus meiner Sicht stellt es jedoch nicht das stärkste Album der Band dar. Letztlich ähneln sich die Grundriffs der Songs doch sehr. Ohne Übersongs wie Alive und Jeremy würde dem Album schon einiges an Substanz fehlen.

Trackliste

  1. Once (Vedder, Gossard) - 3:51
  2. Even Flow (Vedder, Gossard) - 4:53
  3. Alive (Vedder, Gossard) - 5:40
  4. Why Go (Vedder, Ament) - 3:19
  5. Black (Vedder, Gossard) - 5:43
  6. Jeremy (Vedder, Ament) - 5:18
  7. Oceans (Vedder, Gossard, Ament) - 2:41
  8. Porch (Vedder) - 3:30
  9. Garden (Vedder, Gossard, Ament) - 4:58
  10. Deep (Vedder, Gossard, Ament) - 4:18
  11. Release (Vedder, Gossard, Ament, McCready, Krusen) - 9:04
  12. Bonustracks in Europa:
  13. Alive (live) (Vedder, Gossard) - 4:54
  14. Wash (Vedder, Gossard, Ament, McCready, Krusen) - 3:33
  15. Dirty Frank (Vedder, Gossard, Ament, Abbrellese, McCready) - 5:38

Rezensent: MP