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Albumbesprechung Pantera - Cowboys From HellAnzeigeTitel: Cowboys From Hell Erscheinungsjahr: 1990 Genre: Thrash Metal Bewertung: ![]()
Cowboys From Hell ist das fünfte Album der Band Pantera. Das Album erschien im Jahr 1990. Für Pantera bedeutete das Album den Durchbruch. Es gilt als eines der wichtigen Alben des Thrash-Metal. Für Pantera Fans stellt dieses Album das erste richtige Bandalbum dar, weil die Band auf den Vorgängeralben immer wieder im Bereich des Glam-Metal/Hair-Metal musizierte. Cowboys From Hell war das erste kommerziell erfolgreiche Album der Band. Es war im Prinzip auch das erste Album, auf dem Pantera ihren Thrash-Stil perfektioniert hatte: harte groovige stakkato Riffs, stellenweise dissonanter Gesang und rasante Soli von Dimebag. Von eingefleischten Pantera Fans wird das Album, wie oben erwähnt, als das eigentliche Debütalbum der Band bezeichnet. Die Songs: Mit dem Titelsong Cowboys from Hell machte die Band noch nicht klar, wo es später hingehen sollte. Der Song groovt in moderatem Tempo mit eher klassischen Metal-Riffs. Der Gesang von Anselmo ist, für Thrashverhältnisse, überraschend gut. Der Song klingt nach Megadeth. Mit Primal Concrete Sledge legt die Band eine Schippe drauf. Das Tempo wird höher, die Instrumentierung mit der (fast) Off-Beat Betonung klingt interessant. Psycho Holiday wird aber schon wieder moderater. Auch hier stimmen Grooves und Riffs, dazu steuert Dimebag ein fulminantes Solo bei. Auf Heresy geht dann so richtig die Post ab. Schnelles Thrash-Riffing mit schnellen Drums und einem abgedrehten Mittelteil. Cemetery Gates ist eines der Meisterstücke der Band. Zum Anfang klingt das sphärisch, der Gesang ist schön. Nach knapp eineinhalb Minuten gibt es fette Riffs, gefolgt von einem Wechsel an schnelleren und langsamen Parts. Sänger Phil Anselmo schwingt sich zu ungeahnten Höhen auf und klingt stellenweise wie Brian Dickinson. Im Gegensatz dazu wirkt der nächste Song Domination dann direkt und hart. Die Band legt einen recht typischen Thrash-Song mit hartem Gesang, hohem Tempo und heftigen Riffs vor. Auch Shattered haut tempomäßig auf die Kacke - schnell, unerbittlich und direkt. Dazu gibt es tolle Gitarrenparts und einen guten Groove. Anselmo singt wieder in Dickinson Regionen. Clash with Reality ist relativ einfach gestrickt und wird nahezu durchgängig von einen Riff dominiert. Das Riff klingt aber wirklich gut und somit ist der Song auch ganz gut. Medicine Man ist ein schräger Titel. Zu einem langsam gespielten Riff gibt es verrückte, fast schon hypnotische Gesangsparts. Den Schluss veredelt Dimebag mit einem erstaunlichen Solo. Message in Blood schließt nahtlos an, d. h. ultrafettes und extrem grooviges Riff mit einigen recht kaputten Gesangsparts plus einem äußerst guten Dimebag Solo. The Sleep beginnt mit einem Riff in verminderter Stimmung, danach wird es mehrstimmig und ein verhaltener Groove wird aufgebaut. Der Mittelteil erinnert mich etwas an alte Black Sabbath Songs. Das Solo von Dimebag klingt extrem melodiös. The Art of Shredding sagt eigentlich mit dem Titel schon alles aus. Die Kunst des Shreddens vollziehen die Jungs zum Abschluss noch mal sehr schnell, ultrahart und fast von brachial. Der Gesang ist sehr hart, der Refrain klingt echt kaputt - The Art of Shredding eben. Pantera liefern mit Cowboys From Hell nach Meinung der Fans ihr erstes wirkliches Album ab. Die meisten hielten es auch für das Beste der Band. Dem würde ich zustimmen. Das hat Klasse. Pantera zeigen, dass Thrash-Metal nicht nur hart und schnell sein muss, sondern vor allem groovig und gut klingen darf. Mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen. Cowboys From Hell ist das vorzügliche Album einer der wichtigsten neueren Thrash-Bands. Wer es nicht Heavy mag, den überfordert so ein Album sicherlich. Für Heavy Fans ist dieses Album aber eine Empfehlung und fast schon ein Muss.
Rezensent: MP
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