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Albumbesprechung Ozzy Osbourne - No Rest For the WickedAnzeigeTitel: No Rest For the Wicked Erscheinungsjahr: 1988 Genre: Heavy Metal Bewertung: ![]()
No Rest for the Wicked ist das fünfte Studioalbum von Ozzy Osbourne. Das Album erschien im Jahr 1988 und lief ganz gut. Schon im Dezember 1989 gab es in den USA Gold und bis heute hat sich das Album dort immerhin über 2 Mio. mal verkauft. No Rest For The Wicked schaffte es immerhin bis auf Rang 13 der Billboard 200. Es ist das erste Album mit Zakk Wylde an der Gitarre, was sich im Sound bemerkbar macht. Neben Ozzy und Zakk sind Bob Daisley am Bass und Randy Castillo an den Drums mit dabei. Von der Kritik wurde das Album äußerst unterschiedlich beurteilt. Der Rolling Stone verriss das Album damals ziemlich übel. Andere Kritiker kamen aber zu wohlwollenderen Bewertungen. Die Songs: Miracle Man handelt von der Geschichte des bekannten Reverend Swaggart, der 1988 u. a. wegen eines Prostitutionsskandals in die Schlagzeilen geriet. Der Song rumpelt ultrahart daher und wird von den brachialen Gitarrenriffs und dem beeindruckenden Solo Zakk Wyldes bestimmt. Devil's Daughter (Holy War) ist insgesamt etwas verhaltener, hat aber dennoch eine gesunde Härte und viel von der alten Black Sabbath Chuzpe. Der Break im Mittelteil ist nicht ganz so gelungen, dafür entschädigt der folgende Solopart von Wylde. Crazy Babies ist ein schwer groovender und etwas tiefergelegter Hard-Rock. Das klingt sehr klassisch, driftet aber leider immer wieder Richtung Hairspray Metal. Breakin' All the Rules könnte von Judas Priest oder Access stammen. Damit ist die Richtung auch klar - klassischer und zeitloser Metal. Bloodbath in Paradise handelt wohl vom Massenmörder Charles Manson, so ganz geklärt ist das aber nicht. Nach verspieltem Intro geht es auch hier in klassischer Heavy Riffing Manier treibend voran. Auch hier langt Wylde in der Solosequenz wieder mächtig hin. Fire in the Sky beginnt verhalten, mit großflächigem Keyboardeinsatz. Neben kurzen harten Riffs liegt der Song eher im balladesken Bereich. Nur im Refrain und Solopart wird ein härteres Riff bemüht. Tattooed Dancer gibt wieder heftig Gas. Das zentrale Gitarrenriff wirkt sehr treibend und gibt dem Song mehr Tempo als die Drums, die irgendwie untergehen. Demon Alcohol beschreibt die Gefahren des Alkoholgenusses. Der Song ist relativ eingängig gestaltet und geht wieder in Richtung Hairspray Metal. Hero war im Original wohl ein Hiddentrack, wurde in der 2002er Reissue aber offiziell gelistet. Der Song klingt, bei allen harten Momenten, relativ eingängig und hätte gut in die Hair-Metal Phase gepasst. Bei No Rest For The Wicked gehen die Meinungen etwas auseinander. Die Gründe dafür sind nachvollziehbar. Da ist einmal der Sound. Der wirkt vor allem durch Wyldes brachiales Spiel relativ derb und hart. Andererseits wildert Osbourne immer wieder vernehmlich im Glam-Metal/Hair-Metal Revier. Darüber kann man dann auch geteilter Meinung sein. Ein weiterer Punkt ist sicherlich die Person Zakk Wylde mit seinem Gitarrespiel. Das mag nicht jeder, viele werfen ihm ideenloses Spiel im abgegrasten Pentatonikbereich vor. Aber damit wird man ihm nicht gerecht. Der Mann ist mit allen Wassern gewaschen. Was er hier anbietet, ist aus meiner Sicht eine mehr als amtliche Heavygitarre. Die Riffs sind fett und grooven gut, die Soli sind bemerkenswert. Das ist natürlich alles nicht neu, denn Wylde schöpft aus dem Fundus der modernen Heavy Gitarre und zitiert auf seine Weise immer wieder den legendären Randy Rhoads. Aber aus meiner Sicht macht er das gut. Im Prinzip bestimmt er zusammen mit Bob Daisleys fetten Basslinien den Drive des Albums. Die Drums spielen kaum eine Rolle, sie klingen dünn und wenig eindrucksvoll. No Rest For The Wicked ist insgesamt ein gutes Album. Ich würde es zu den besseren Ozzy-Alben zählen.
Rezensent: MP
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