rezensator
Benutzerdefinierte Suche
Startseite » Rezensionen von A - Z » Moody Blues - Days Of Future Passed
Anzeige:

Amazon Anzeige

Interpret: Moody Blues

Titel: Days Of Future Passed

Erscheinungsjahr: 1967

Genre: Symphonic Pop

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen
(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension:

Die Moody Blues, das ist jetzt wirklich schon lange her. Nicht, dass es die Band nicht mehr geben würde. Soweit ich weiß, spielen die Moody Blues immer noch irgendwie zusammen. Aber die kreative Zeit der Band lag eindeutig um 1970 herum. Das könnte man in etwa so festhalten. Danach haben die Moody Blues wirklich nicht mehr viel gerissen. Sie erstarrten irgendwo in einem seelenlosen Pop Marke "astrein aber belanglos". Allerdings war die Band gerade mit diesem Pop äußerst erfolgreich. Das gibt der Band natürlich auch recht. Dabei gelten die Moody Blues immerhin als der Wegbereiter des so genannten Symphonic Rock, wahrscheinlich hatten sie auch einen gewissen Einfluss auf einige Prog-Rock Bands. Der Weg der Band ist nicht uninteressant. Die Moody Blues starteten als eine Beattruppe mit einem gewissen Blues und Rock'n'Roll Background. So wie ich es einmal gelesen habe, wollte dann die Plattenfirma Deram von den Moody Blues im Jahr 1967 eine Interpretation von Dvorak Titeln bzw. dessen 9. Symphonie. Den Moody Blues war aber klar, dass das Publikum von ihnen Rock'n'Roll erwartete. Was dabei heraus kam, war dieses Album.

Also dieses Album ist schon überraschend. Der Opener ist ein rein klassisches Stück, klingt aber gar nicht mal schlecht. Der zweite Song beginnt ebenfalls klassisch. Dann werfen die Moody Blues aber das erste mal rockiges ein. Das erinnert dann an Procul Harum. Ein sehr getragener Song. Song 3 beginnt klassisch, bringt dann eine volkstümliche Melodie um dann poppig bis beatmäßig zu werden. Der Schluss des Songs ist wieder klassisch gehalten. Song 4 beginnt wie eine Filmmusik der 50er Jahre und mutiert dann zu einer Beat Nummer Richtung The Who. Song 5 ist zweigeteilt und hat sowohl rein klassische als auch Rock- und Popsymphonische Anteile. Song 6 ist ebenfalls zweigeteilt. Teil eins kommt fast ethnomäßig, Teil zwei ist interessanter Beat Rock mit fast schon psychedelischen Anteilen. Tja und Song 7 dürfte, zumindest vielen, bekannt sein: Nights In White Satin. Die vielleicht bekannteste Moody Blues Nummer überhaupt. Geht es noch getragener? Kaum! Aber immer noch eine gut anzuhörende symphonische Popnummer.

Im Jahr 2007 zu einem Album etwas zu sagen, ist schwierig. Über die Jahrzehnte verliert sich natürlich die Einzigartigkeit, die dieses Album 1967 hatte. Mir ist das oft zu klassisch und zu pompös. Und Nights In White Satin ist schon ein äußerst schmalziger Schieber. Da fehlt das raue und rockige dann schon etwas. Aber in der Summe muss man trotzdem sagen, dass man hier einen der Meilensteine des Rock vor sich hat. Denn selten zuvor wurde derart mit einer Symbiose von Pop und Klassik gespielt. Und selten gelang das so gut wie hier. Das Ganze ist halt, Moody Blues typisch, alles sehr getragen. Warum sonst sollte die Band auch Moody Blues heißen? Es ist weit entfernt vom Prog-Rock, weit weg vom Rock. Es liegt näher am Soft-Pop und hat eben viel Klassik mit dabei. Wer sich auf so etwas einmal einlassen will, der sollte sich genau so ein Album anhören. Das ist wie gesagt, für Freunde dieses Genres, sicherlich eine empfehlenswerte Scheibe.

Die Tracks:

  1. The Day Begins
  2. Dawn, Dawn Is A Feeling
  3. The Morning, Another Morning
  4. Lunch Break, Peak Hour
  5. The Afternoon a) Forever Afternoon (Tuesday?) b) Evening Time To Get Away
  6. Evening a) The Sun Set b)Twilight Time
  7. The Night, Nights In White Satin.

Rezensent: MP

 

Eure Meinung zum Album

Eigene Rezension schreiben