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AnzeigeAlbumbesprechung Mike And The Mechanics - The RoadInterpret: Mike And The MechanicsTitel: The Road Erscheinungsjahr: 2011 Genre: Pop-Rock Bewertung: ![]()
The Road ist das siebte Studioalbum der Band Mike And The Mechanics. Das Album erschien im Jahr 2011. Nachdem Paul Carrack seinen Abschied bekannt gab, schien es mit der Band vorbei zu sein. Das letzte Album Rewired kam im Jahr 2004 heraus. Aber Ex-Genesis Mike Rutherford hält an seinem Projekt fest. Schon 2009 munkelte man von einem neuen Album, schon damals fiel der Name Andrew Roachford als neuer Sänger. So kam es dann auch. Mit Roachford erschien das Album The Road. In Großbritannien erreichte das Album Rang 42 der Charts und in Deutschland Rang 41. Das ist ganz ordentlich, auch wenn Rutherford andere Platzierungen gewohnt ist. Was man zum Thema Sänger auch sagen muss: Roachford bestreitet den Part nicht alleine. So singt Arno Carstens die Tracks 1,7 und 9, auch Tim Howar hat einige Gesangsparts übernommen. Außerdem waren Gary Wallis (Drums), Anthony Drennan (Gitarre) und Luke Juby (Keyboards) als feste Bandmitglieder dabei. Carrack ist nicht einfach zu ersetzen, aber Roachford & Co. machen ihre Sache sehr gut. Vor allem Roachford und Carstens passen gut, Howars Stimme ist etwas gewöhnungsbedürftig und will nicht so richtig ins Konzept passen. Interessanterweise klingen viele Songs auf diesem Album wie ein Mix aus Roachford und den alten Mike And The Mechanics. Beide Bands lagen soundmäßig sowieso nie extrem weit auseinander. Rutherford lieferte mit den Mike And The Mechanics Alben Produkte ab, welche vor allem Wohlklang lieferten. Ähnliches galt für Roachford Produkte. Da ging es weniger um Experimente, als viel mehr um melodiösen Soft-Rock. Es war daher nicht zu erwarten, dass man sich mit The Road vom eingängigen Soft-Rock entfernen würde. Das ist letztlich auch gut so, denn Mike And The Mechanics Fans wollen so etwas hören. Sonderbarerweise erinnert gleich der Titelsong irgendwie an Roachford, obwohl hier Carstens singt und Roachford nicht am Songwriting beteiligt war. Etwas unentschlossen wirkt im Anschluss der Reach Out (Touch The Sun). Try To Save Me ist so ein Song, der enorm an alte Zeiten erinnert, ähnliches gilt für Background Noise. Beide Songs fließen aber etwas höhepunktlos vor sich hin. Songs wie Try To Save me, Walking On Water, I Don't Do Love und Oh No haben, im Sinne der Mechanics, durchaus Hitpotential. Heaven Doesnt't Care spielt etwas stärker mit dynamischen Elementen und wirkt recht abwechslungsreich. Eine schöne Ballade ist It Only Hurts For A While. Hunt You Down wirkt leicht und luftig, ohne großen Eindruck zu hinterlassen. You Can Be The Rock ist ein schöner Abschluss, der Song verbindet in angenehmer Weise das Songwriting von Rutherford und Roachford. Rutherford liefert bewährtes Material ab, nichts anderes hatte ich erwartet. Er und Roachford haben ein Händchen für beschauliche und wohlklingende Popsongs, scheuen allerdings auch die großen Experimente. Daher ist das Ergebnis auch nicht mehr und nicht weniger als ein Mike And The Mechanics Album, welches in Ordnung geht. Manchmal wird es etwas viel des wohltemperierten Klangs. Auch der Gourmet frönt ab und an einer gemeinen Currywurst mit Pommes. Von Rutherford erhält man derart deftige Kost nicht. Aber den Fan wird das kaum stören, daher ist The Road für Mechanics Fans eine lohnenswerte Investition - auch wenn die großen Hits fehlen.
Rezensent: MP
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