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CD-Kritik The Middle East - The Recordings Of The Middle EastAnzeigeTitel: The Recordings Of The Middle East Erscheinungsjahr: 2009 Genre: Indie-Folk, Indie-Rock Bewertung: ![]()
The Recordings Of The Middle East ist der Titel sowohl eines kompletten Albums als auch einer EP der Band The Middle East. Das Album erschien im Jahr 2008, die EP folgte im Jahr 2009. Die Band The Middle East wurde im Jahr 2005 in Townsville, Queensland Australien gegründet. Nach dem 2008er Album The Recordings Of The Middle East hatte sich die Band nach offiziellen Angaben aufgelöst, um sich ein paar Monate später wieder zusammenzufinden. Ergebnis der Wiedervereinigung war die Veröffentlichung dieser EP mit altem Material. Die Band wird allgemein der Indie-Ecke zugeordnet. Allerdings lassen The Middle East alle möglichen Einflüsse zu, weshalb ihre Musik schwer zu definieren ist. Was man auf der im folgenden besprochenen EP hören kann, klingt stark nach Folk und weniger nach Indie-Rock. Es handelt sich eben letztlich um einen Auszug des 2008er Albums, aus dem man vor allem die Indie-Rocksongs aussparte. Minimalistisch und klassisch folkig eröffnet die Band diese EP mit dem Titel "The Darkest Side". Das durchgängige klassische Folkpicking und der zarte bis gehauchte Gesang erinnern durchaus an klassische Folkbands. "Lonely" tendiert stärker Richtung Indie Folk bis Indie Rock, man könnte hier Gemeinsamkeiten zu Bands wie Arcade Fire feststellen. "Blood" stellt einen der stärksten Tracks des Albums dar. Wieder wird der Song sehr folkig und getragen begonnen. Allerdings reichert die Band das Ganze nach und nach mit Glockenspiel, Piano, Kinderchören und schließlich gar Bläsern an. Diese Steigerung wirkt gut. "Fool's Gold" wird hauptsächlich von einer elektrischen Pickinggitarre und angenehmen Gesangsparts getragen. Das erinnert durchaus an Simon & Garfunkel. "Beleriand" zeigt die Band eigentlich zum ersten Mal von einer aggressiveren, rockigen Seite. Der Song besitzt viel von modernem Indie Rock und überzeugt mit schönen Ideen und Sounds. Mit "Dirty Looks" legt die Band noch mal einen ruhigen Song vor. Wieder wird der Song vor allem von Pickinggitarren und Harmoniegesängen geprägt. In Kombination mit dem launigen Leadgesang, den brushigen Drums und Banjoparts ergibt sich so etwas wie ein Alternative Country. The Middle East hinterlässt vor allem eines - Fragezeichen. Da veröffentlicht die Band diese EP ein Jahr zuvor als komplettes Album, löst sich dann angeblich auf und bringt diese EP heraus, die wiederum nichts anderes als ein Teil der gleichnamigen CD ist. Dabei hat die Band vor allem die Indie-Rocksongs entfernt und legt so ein Album vor, welches in erster Linie nach Folk bis Indie Folk klingt. Mit dem experimentellen Rocksong Beleriand zeigt die Band auch, was sie noch so drauf hat. Von daher kann man bei dieser EP eigentlich von einer Art Appetizer sprechen, welcher Hunger auf mehr macht.
Rezensent: MP |