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Albumbesprechung John Mayer - ContinuumAnzeigeTitel: Continuum Erscheinungsjahr: 2006 Genre: Soul, Pop-Rock Bewertung: ![]()
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Continuum ist das dritte Studioalbum von John Mayer. Das Album erschien im Jahr 2006 und wurde von vielen Publikationen zu einem der besten Alben des Jahres 2006 gekürt. Kritiker vergaben gerne Höchstnoten für das Album, waren sich aber nicht einig im Urteil Grundsätzlich war Continuum aber ein kommerzieller Erfolg. Das Album eroberte sofort Rang 2 der US Charts. Die Verkaufszahlen waren sehr gut. In den USA hat sich das Album weit über 2 Mio. mal verkauft, weltweit über 3 Mio. mal. Mayer ging mit diesem Album stilistisch einen gewaltigen Schritt Richtung Soul und Blues und verließ angestammte Pop-Rock Gefilde. Wie gesagt, war man unterschiedlicher Meinung über das Album. Einerseits wurde die warme Produktion und die Stimme Mayers gelobt, ebenso die einfühlsamen Texte. Aber: manche hatten Probleme, ob Mayer nun "ein Bluesmann im Körper eines Soft-Rockers ist oder andersherum (Billboard)". Einigen war das Album einfach zu wenig kantig und zu perfekt aufgenommen und eingespielt. Und wo der eine die einfühlsamen Texte lobte, da fehlte dem anderen dort der Tiefgang. Na ja, man kann es nicht allen recht machen. Musikalisch geht Mayer, wie eingangs erwähnt, stark in Richtung Soul und Blues. Die ersten drei Tracks klingen durchaus sehr retro-soulig, wobei Gravity fast schon als Slow Blues durchgehen kann. Auch Vultures besitzt diesen Ausdruck, ebenso wie der fast schon elegant-relaxte Song Slow Dancing In A Burning Room. Am tiefsten in alten Soul-Schuhen steckt aus meiner Sicht der Abschlusstrack I'm Gonna Find Another You. Mayer bietet aber auch Kontraste an. Da wäre die schöne Akustiknummer Stop This Dream oder das fast schon naiv-fröhlich klingende The Heart Of Life. Deutlich an die Werke der Vorgängeralben knüpft Mayer aus meiner Sicht z. B. mit Dreaming With A Broken Heart oder In Repair an. Die Coverversion von Bold As Love (Original Jimi Hendrix) geht in Ordnung. Mayer spielt sie eigenständig und die Gitarrenarbeit ist schön. John Mayer hat mit Continuum ein wichtiges Werk vorgelegt. Mayer konnte sich klar von seinem ursprünglichen Kurs absetzen, die Marschrichtung Soul und Blues ist deutlich vernehmbar. Das macht Mayer auch ganz ordentlich, dazu mixt er immer wieder den einen oder anderen Song in alter Stilistik. Allerdings kann ich die zurückhaltenden Kritiken auch verstehen: Mayer erfindet hier nichts neu, der Soul- und Bluesmann Mayer wird immer wieder von seinem Alter-Ego Pop-Rocker eingeholt. Manchmal klingt das alles sehr geschliffen und reibungsarm. Andererseits kann Mayer beide Stilistiken gut singen und auch an der Gitarre gut interpretieren. Gitarristisch hält er sich eher zurück, klingt in den Soli relativ stark nach Stevie Ray Vaughan und klassischen Bluesgitarristen. Insgesamt legt Mayer mit Continuum ein, aus meiner Sicht, gutes und ausgewogenes Album vor.
Rezensent: MP |