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Albumbesprechung Marillion - Seasons EndAnzeigeTitel: Seasons End Erscheinungsjahr: 1989 Genre: AOR, Melodic-Rock Bewertung: ![]()
Seasons End ist ein Album der Band Marillion. Es erschien 1989 und war das erste Album der Band, nachdem Sänger Fish die Band verließ. Marillion hatte sich Steve Hogarth als neuen Sänger geholt, wobei die Band das meiste Material schon eingespielt hatte, als Hogarth dazu kam. Marillion hielt sich musikalisch in etwa an den Sound der Vorgängeralben. Man war gespannt, wie der neue Sänger die Lücke von Fish schließen konnte. Hogarth klang deutlich anders als Fish, aber er kam bei den Fans auf Anhieb gut an. Das Album kam auch bei Kritikern recht gut an. Die Chartplatzierungen konnten zwar nicht mit den Platzierungen der Vorgängeralben mithalten, dennoch reichte es für die Band immerhin noch für eine Goldene. Zu den Songs The King Of Sunset Town weist einige Proganteile auf, allerdings schleicht sich immer wieder ein Hauch AOR ein. Im Prinzip knüpft die Band musikalisch an die Vorgängeralben an. Easter klingt anders. Ein folkiges Intro führt in einen relativ verspielten und leicht balladesken Song über. Der Song wird von vielen Fans als einer der wichtisten Songs des Albums bezeichnet. The Uninvited Guest klingt etwas unentschlossen und liegt aus meiner Sicht ein gutes Stück entfernt vom Prog alter Tage. Um es deutlich zu sagen: das ist Rockpop mit AOR Anleihen. Seasons End beginnt mit einem schönen Intro, das an alte Zeiten erinnert. Da kommen dann schon einmal gewisse Erinnerungen an Genesis auf. Holloway Girl ist ein eher bedächtiger Song. Irgendwie klingt das für mich wie eine Mischung aus Neo-Prog und Simple Minds. Das ist zwar nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Berlin ist auch wieder eher balladesker Natur. Der Song ist ganz schön instrumentiert, aber auch hier muss man eine gewisse Affinität zu AOR Sounds vernehmen. Hogarth klingt manchmal sogar wie Chris De Burgh. After Me legt, nach einem eher balladesken Intro, etwas zu. Aber der Song klingt doch stark nach dem Soft-Rock der Simple Minds. Hooks In You gibt endlich mal etwas Gas, das muss man schon sagen. Die Gitarrenarbeit ist gut, aber wieder hängt der Song im AOR Bereich. Aufgrund der härteren Struktur erinnert mich das Ganze etwas an Foreigner. The Space ist wieder sehr schön orchestral instrumentiert und erinnert an Pink Floyd. Also irgendwie ging das Konzept der Band wohl auf, denn bei Kritikern und Fans kam das Album Seasons End gut an. Aber die Chartplatzierungen widersprechen dem doch etwas, auch wenn das Album immerhin noch Gold erhielt. Im Großen und Ganzen klingt Seasons End, nach meiner Ansicht, nicht sehr berauschend. Marillion knüpft zwar immer wieder an alte Leistungen an, aber das verpufft leider immer wieder in eher belanglosen Motiven. Die Band liebäugelt stark mit dem AOR, die Proganteile halten sich in Grenzen. Die Band zitiert weniger sich selbst, als vielmehr Interpreten wie die Simple Minds, Foreigner oder auch Pink Floyd - seltener Genesis. Irgendwie ist das keine runde Sache. Außerdem war Fish, für meinen Geschmack, der bessere/passendere Sänger für Marillion.
Rezensent: MP Ins Album reinhören:
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