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CD-Kritik Lance Lopez - Handmade MusicAnzeigeTitel: Handmade Music Erscheinungsjahr: 2011 Genre: Texas Blues-Rock, Southern-Rock Bewertung: ![]()
Handmade Music ist ein Album des US-amerikanischen Gitarristen und Sängers Lance Lopez. Das Album soll in Deutschland offiziell am 25.11.2011 veröffentlicht werden. Aufgenommen wurde Handmade Music in den Ardent Studios in Memphis, Produzent war Jim Gaines. Lopez hält auf Handmade Music die zuletzt eingeschlagene Richtung und frönt vor allem dem Blues Rock in bester ZZ Top Manier, lässt aber auch Raum für andere Stilistiken. Die Handschrift von Jim Gaines macht sich in jeder Phase bemerkbar - vor allem in den ruhigeren Southernsongs spürt man das. Lance Lopez gehört nicht unbedingt zu den Künstlern, die man in Deutschland besonders gut kennt. In den USA ist der Wahl-Texaner durchaus bekannt, gehört aber auch dort nicht zu den Topsellern. Lopez ist einer der Insidertipps, die sich vor allem auf das Lob anderer Musiker stützen darf. ZZ Top Gitarrist Billy Gibbons etwa stellte fest Texas has been know throughout the years to be the breeding ground for some of the baddest guitar players of all time…Lance is yet another one to carry on that Texas tradition Jeff Beck konstatierte in seiner bekannt kurzen Art A very exciting and intense Blues Guitarist auch der Meister des Blues, B.B. King, war voll des Lobes Lance Lopez got 3 standing ovations when he opened a show for me and I was among those standing Das ist schon ein Pfund. Lance ist musikalisch sicherlich von diesen drei Musikern beeinflusst. Er selbst sieht sich aber eher in der Tradition klassischer Power-Trios wie Cream, Jimi Hendrix Experience und ZZ Top. Vor allem Billy Gibbons von ZZ Top scheint hier gewaltigen Eindruck hinterlassen zu haben, Lance spielt sozusagen wie ein moderner Billy Gibbons und bildet so eine Schnittstelle zwischen den klassischen Gitarrengöttern und modernen Schnellspielern. Begleitet wird Lance von Chris Gipson am Bass und Jimmy Dereta an den Drums. Auf fünf Tracks ergänzt Eric Scortia an den Keyboards das Power Trio. Handmade Music ist, das möchte ich einfach mal so sagen, ein bemerkenswertes Album eines beeindruckend guten Gitarristen und Sängers. Gleich mit dem Opener "Come Back Home" zündet Lopez eine Rakete, die Klassiker wie Tush oder La Grange ziemlich alt aussehen lässt. Da geht der harte Song "Hard Time" fast etwas unter, obwohl Lopez auch hier überzeugt. Lopez sorgt danach für Abkühlung und legt mit "Let Go" und "Dream Away" zwei Balladen in bester Southern-Rock Tradition vor. Mit "Get Out And Walk" drückt Lopez wieder aufs Gas, das Ergebnis ist ein lässiger Boogie-Rock, der ganz im Stil des 1970er Hard-Rock daherkommt. ZZ Top/Billy Gibbons wird danach mit den shuffelnden Songs "Your Love" und "Travelling Riverside Blues" gehuldigt, wobei letzterer Song enorm an die Tres Hombres Phase von ZZ Top erinnert. "Letters" wirkt danach etwas deplaziert. Das Hauptriff könnte von einer beliebigen Grungeband stammen, der etwas flache Song wird aber durch einen schönen funky Part mit coolem Wahsolo gerettet. Mit dem Instrumental "Vaya Con Dios" geht Lopez noch weiter und legt einen relativ komplexen Song vor. Das erinnert an die frühen Journey ebenso wie an den einen oder anderen modernen Fusiongitarristen. Mit "Black Cat Moan" gibt es zum Abschluss des Standardrelease noch einen shuffelnden Boogie in bester ZZ Top Tradition und Anleihen an Claptons Crossroads Phase. Die Ltd. Edition/Digi Ausgabe enthält zwei Bonustracks. "Can You Feel It?" ist ein netter Boogie-Rock mit Country-Rock Anspielungen im Solo. "Lowdown Ways" ist ein Slow Blues mit tiefen Verneigungen vor Stevie Ray und den dazu gehörigen halsbrecherischen Fingerübungen.
Bonus Tracks Ltd. Edition/Digi
Rezensent: MP |