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Albumbesprechung Led Zeppelin - In Through The Outdoor

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Interpret: Led Zeppelin

Titel: In Through The Outdoor

Erscheinungsjahr: 1979

Genre: Hard-Rock, Rock

Bewertung: Wertung: 4 von 10 Sternen
(4/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

In Through The Outdoor war das achte Studioalbum der Band Led Zeppelin. Das Album erschien im Jahr 1979 und stellte eigentlich das letzte richtige Studioalbum der Band vor dem Tod von Drummer John Bonham dar. Das Album erreichte wieder die Toppositionen der Charts in den USA und im UK und verkaufte sich recht gut. Aber die Kritiken fielen etwas verhalten aus.

Es zeigt sich hier schon etwas, dass Led Zeppelin nicht mehr auf dem Niveau früherer Tage musizierten. Die Band zeigt sich zwar sehr experimentierfreudig, wirkt aber im Vergleich zu alten Alben etwas blutleer. Stilistisch gibt es wenige Zep-Alben, die so abwechslungsreich sind. Da bringt Led Zeppelin Country, Westcoast Sounds, Karibikfeeling, Rockabilly, Boogie und natürlich härteren Rock. Aber das klingt alles ein wenig uninspiriert und wirkt nur wie ein lauer Aufguss früherer Heldentaten. Die Band agiert dabei nicht einmal schlecht. John Bonham drummt, wie immer, sehr gut. Er spielt außerordentlich variabel und kann sich in jede Stilistik einbringen. Robert Plant singt ebenfalls, wie gewohnt, sehr gut. John Paul Jones zeigt, dass er nicht nur am Bass etwas kann. Die Keyboards stehen auf dem Album schon etwas im Vordergrund. Dabei spielt Jones eigentlich gute Parts ein, aber die Sounds wirken irgendwie unpassend. Schade, denn Jones zeigt hier sein Talent als Multiinstrumentalist und Songwriter und er dürfte hauptsächlich für das Album verantwortlich gewesen sein. Wer auf der Platte so richtig daneben liegt, das ist Jimmy Page. Der hatte hier wirklich einen schlechten Lauf. Sein Spiel wirkt extrem gelangweilt und manchmal fast amateurhaft. Er ist eigentlich auch der einzige in der Band, der mit den verschiedenen Stilistiken nicht zurecht zu kommen scheint. Exemplarisch sei die Country Nummer Hot Dog genannt. Page spielt hier, schlicht und ergreifend, schlecht.

Das Album ist gut gemeint. Überraschend ist die stilistische Vielfalt der Songs. In The Evening erinnert etwas an frühere Zeppelin Songs. Fool In The Rain ist ein schön geshuffelter Westcoast Song mit etwas Karibik Feeling. South Bound Saurez stellt eine mäßige Boogie Rock Nummer dar, während Hot Dog ein richtig schlechtes Country-Imitat ist. Carouselambra wirkt wie ein schlechter Abklatsch früherer Tage, wenngleich bisweilen das Können der Band aufblitzt (z. B. im Mittelteil). All My Love ist eine mittelmäßige ruhige Nummer und I'm Gonna Crawl ein mittelmäßiger Slow Blues.

Alles in allem enttäuscht mich In Through The Outdoor. Die stilistische Vielfalt kann die Schwächen (vor allem von Jimmy Page) nicht überdecken. Alle davor erschienenen Alben der Band liegen, meines Erachtens, auf einem ganz anderen (hohen) Niveau.

Trackliste

  1. In the Evening (Jones, Page, Plant) 6:49
  2. South Bound Saurez (Jones, Plant) 4:12
  3. Fool in the Rain (Jones, Page, Plant) 6:12
  4. Hot Dog (Page, Plant) 3:17
  5. Carouselambra (Jones, Page, Plant) 10:32
  6. All My Love (Jones, Plant) 5:51
  7. I'm Gonna Crawl (Jones, Page, Plant) 5:30

Rezensent: MP