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Albumbesprechung Lambchop - Damaged

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Interpret: Lambchop

Titel: Damaged

Erscheinungsjahr: 2006

Genre: Country, Alternative-Country

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen
(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Damaged ist ein Album der Band Lambchop, welches im Jahr 2006 erschien. Lambchop hat sich einen recht guten Namen als Alternative-Country Band gemacht, ihr musikalischer Kopf ist Gitarrist und Sänger Kurt Wagner. Während Lambchop auf den Alben zuvor relativ viel experimentierte, ging sie auf Damaged durchaus back to the roots. Wagner zaubert auf Damaged Melodien und Stimmungen, welche süß wie Honig aus den Boxen fließen. Erstaunlich wirkt dabei die üppige Instrumentierung. Wagner holte sich eine Menge Musiker zu den Aufnahmen, sodass oft eine fast schon orchestrale Instrumentierung zu vernehmen ist, die jedoch nie zu aufdringlich klingt. Das Album kam bei Kritikern sehr gut an, die meisten Bewertungen waren hoch.

Kurt Wagners rauchige Stimme dominiert das Geschehen. Alles klingt, wie gesagt, sehr laid back und melodiös. Manchmal lässt Wagner auch eine gute Prise Soul einfließen. Seine Stimme hört sich von daher, je nach Kontext, mal etwas nach Randy Newman, mal nach Elvis Costello und seltener nach Van Morrison an.

"Paperback Bible" startet dementsprechend ruhig und zurückgelehnt. Der Inhalt des Songs ist interessant: der Song befasst sich mit Swap Shop, einem Radioprogramm aus East Tennessee, über das die Leute praktisch alles mögliche verhökern können. Interessant sind die teilweise spacigen Sounds, die man im weiteren Verlauf immer wieder hören kann. So oder so ähnlich läuft es dann auch auf dem ganzen Album. Dabei hat "I Would Have Waited Here All Day" mehr Soul, "Beers Before The Barbican" ist sehr aufwändig konzipert. "A Day Without Glasses" kommt dann wieder ruhig und unaufgeregt daher.

"Crackers" beginnt auch sehr bedächtig, überzeugt aber durch recht interessante Gitarrenparts. "Fear" spielt schön mit Rhythmen und Elementen aus Klassik, Pop und Country. "Short" klingt, mit schönen Gitarrenparts, atmosphärisch dicht. "The Decline of Country and Western Civilization" beendet das Album vergleichsweise experimentell.

Lambchop liefert mit Damaged ein ordentliches Album ab. Die Band spielt gekonnt mit der Verschmelzung von Country-Music und anderen Stilistiken. Es ist aber auch ein sehr ruhig gehaltenes Album - sehr ruhig, möchte ich sagen. Das kann man sich am besten anhören, wenn man einfach mal abschalten will. Dazu ist dieses Album ideal, es lädt durchaus zum Träumen ein. Für manchen Hörer könnte das aber auch etwas zu viel Ruhe sein.

Trackliste

  1. Paperback Bible - 7:48
  2. Prepared - 6:03
  3. The Rise and Fall of the Letter P - 3:36
  4. A Day Without Glasses - 4:11
  5. Beers Before the Barbican - 4:51
  6. I Would Have Waited Here All Day - 4:02
  7. Crackers - 4:11
  8. Fear - 5:00
  9. Short - 3:48
  10. The Decline of Country and Western Civilization - 4:36
Special Edition Bonus disc
  • Pre - 5:35
  • Fear(re) - 4:30
  • Decline - 4:44
  • Paperback Bible (mit Drums) - 6:04

Rezensent: MP

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