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CD-Besprechung Chris Kramer - Kramer Kommt!AnzeigeTitel: Kramer Kommt! Erscheinungsjahr: 2012 Genre: Rock, Deutsch-Rock Bewertung: ![]()
Kramer Kommt! ist ein Album von Chris Kramer, das Album soll am 03. Februar 2012 offiziell erscheinen. Chris Kramer ist ein deutscher Musiker, der sich als Bluesmusiker einen Namen gemacht hat. Er dürfte vor allem als Bluesharp-Spieler in Blueskreisen und darüber hinaus bekannt sein, Chris Kramer macht aber auch als Sänger und Gitarrist eine mehr als gute Figur. Egal ob Kramer Solo, mit Bands oder irgendwie als Sideman arbeitet - er hält musikalisch immer ein gutes Stück am Blues fest - zeigt sich aber für alle mögliche Stilistiken von Funk über Jazz bis Country und mehr offen. Im Jahr 2010 ging es mit dem Album Chicago Blues back to the roots, nun legt Kramer ein neues rockiges Album vor - Kramer kommt. Nicht, dass er dem Blues abgeschworen hätte. Aber er klingt doch eine Nuance anders. Chris Kramer hat sich auserlesene Musiker für die Produktion geholt. Bassist Martin Engelien gilt seit seiner Tätigkeit bei Klaus Lage als einer der besten seines Fachs. Drummer Charly T.(Terstappen) spielte schon bei Wallenstein, den Lords, für Westernhagen und Gianna Nannini. Gitarrist Benni Bilgeri ist ein vielgebuchter und hochgeschätzter Studiomusiker. Dazu kommt in der Besetzung Kramer selbst. Da kann unmöglich etwas schlechtes rauskommen. Es sei denn, die Songs wären schwach. Aber da kann man Entwarnung geben. Chris Kramer rockt gut. Dabei klingt er durchaus mal nach modernerem Rock a la Selig ("Ich bin anders"), Old-School Bar Jazz ("Ich trink mir heut' nen kleinen an") oder nach US-Singer Songwritern bzw. Southern-/Countryrock ("Du bist das Licht", "Abschied nehmen", "Nie wieder"). Natürlich gibt es auch hier immer wieder Bluesiges. "Volle Kraft Voraus" geht mit seinen Basisriffs in Richtung stompigem Blues-Rock. "Drachenblut" tendiert zum funky Bluesrock, "Bo" mixt klassischen Diddley-Blues mit modernen Scratchsounds. "Betriebsurlaub" ist ein schöner Slide Blues in bester Johnson/James Manier, hier erinnert mich Kramer übrigens stark an Das Dritte Ohr. Dazu gibt es noch einen netten Rock'n'Roll mit einer Verbeugung vor den Mädchen aus Berlin und eine Ballade, die Kramer abschließend seinem Vater widmet.
Rezensent: MP |