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» Kings Of Leon - Youth And Young Manhood CD-Kritik Kings Of Leon - Youth And Young ManhoodAnzeigeTitel: Youth And Young Manhood Erscheinungsjahr: 2003 Genre: Garagen-Rock, Southern-Rock, Poppunk Bewertung: ![]()
Youth & Young Manhood ist das Debütalbum der US-amerikanischen Band Kings Of Leon. Es erschien im Jahr 2003. Die Band bezog sich mit dem Albumtitel auf Ernest Hemingway's Novelle A Moveable Feast. Kings Of Leon konnte mit dem Album durchaus überraschen und erhielt für die Mischung aus Southern-Rock, Punk bzw. Garagen-Rock gute Kritiken. Das Album verkaufte sich bis 2008 ca. 240.000 mal weltweit. Das ist in der heutigen Zeit keine schlechte Zahl. Im UK erreichte die Band 2004 immerhin Rang 3 der Albumcharts, was aller Ehren wert ist. Mittlerweile kann man Kings Of Leon fast schon als arrivierte Band bezeichnen. Spätestens mit der 2008er Single Sex On Fire erspielte sich die Band ein sehr großes Publikum und brachte viele junge Hörer zurück zum handgemachten Rock. Damit wartete Kings Of Leon auch schon mit dem Debütalbum auf, von daher lohnt sich auch hier ein Reinhören. Der Punk- bzw. Garagen-Rock Faktor ist hier aber noch höher als der Southern-Rock Faktor. Die Songs: Red Morning Light repräsentiert genau das, was die Band anfangs ausgemacht hat - eine interessante Mischung aus schnoddrigem Punk und Southern-Rock. Happy Alone knüpft da an, wo der erste Song aufhörte. Die Band legt aber etwas zu, die Punkattitüde und der Rock'n'Roll Faktor werden erhöht. Wasted Time hat mehr vom klassischen Punk der 1970er, gemixt mit einigen schrägen Ideen. Joe's Head klingt insofern etwas anders, als es gitarrenmäßig wie ein Popsong aus den späten 1960ern klingt. Genau genommen erinnern mich die Gitarren stark an Thunderclap Newman. Dazu kommt der schnoddrige Gesang, was den Song insgesamt in Richtung Poppunk drängt. Trani ist eine "angenehm" verrückte Nummer, die auf klassischer Rock'n'Rollballade aufbaut und sich in einen schrägen Indie-Part steigert. California Waiting erinnert mit den prägnanten Gitarrenriffs an Punk bzw. New Wave. Spiral Staircase könnte man dann sowohl als punkige Nummer oder als verrückten Rock'n'Roll bezeichnen. Molly's Chambers ist wieder einer der Songs, der mit seinem ultracoolen Gitarrenriff und dem typisch schnoddrigen Gesang gut in den Post Punk um 1978 gepasst hätte. Genius mixt wieder Punkige Motive mit Rock'n'Roll, wenn man so will, kommt eine Art punkiger Rockabilly dabei heraus. Dusty bricht etwas aus dem bisherigen Schema aus. Die akustische Nummer hat einen starken Bezug zu countrybeeinflusstem Southern Rock. Holy Roller Novocaine ist wieder ein Mix aus Punk und Rockabilly. Der Song endet bei ca. 4.00. Danach ist erst mal Pause, ab 8.21 startet der hidden Track Talihina Sky, eine sehr schöne Southern-Country Ballade. Alleine aufgrund des schnoddrigen Gesangs muss man der Band eine gewisse Nähe zum klassischen Punk der 1970er attestieren. Allerdings ist es eben kein klassischer Punk. Denn die Band gibt immer wieder Prisen Rock'n'Roll, Rockabilly, Southern Rock und Country dazu. Heraus kommt eine interessante Mischung, die man im weitesten Sinn als eine Art Alternative Southern Rock bezeichnen könnte. Diese Symbiose klingt unterhaltsam und stellenweise richtig gut.
Rezensent: MP Ins Album reinhören
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