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Albumbesprechung King Crimson - RedAnzeigeTitel: Red Erscheinungsjahr: 1974 Genre: Prog-Rock Bewertung: ![]()
Red war das siebte Album von King Crimson, das Album wurde 1974 veröffentlicht. Nachdem David Cross die Band 1974 verließ, bestanden King Crimson nur noch aus dem Trio Fripp, Bruford und Wetton. Dazu holte man sich einige Musiker, welche einen starken Einfluss auf den Sound hatten - auch David Cross, der hier als Begleitmusiker aufgeführt wurde. Red stellt einen Mix aus soften und harten Sounds dar, insgesamt gehört das alles noch zum Prog-Rock. Das Album lief kommerziell ordentlich und bei Kritikern kam das Album in der Regel sehr gut an. Mit dem Opener Red gibt sich die Band vergleichsweise hart rockend. Im Mittelteil kommt dann auch wieder das Mellotron zum Einsatz. Der ganze Song wirkt hart und fast bedrohlich, aber mit den vielen Metrumwechseln sehr abwechslungsreich. Fallen Angel ist ein Song, der zwischen ruhigen und gemäßigt proggigen bis jazzrockigen Parts pendelt. Fallen Angel ist praktisch der einzige Song auf dem Album, welcher eine kurze Akustikgitarrensequenz aufweist. Die Band steigert sich im Mittelteil in einen vertrackten Part. One More Red Nightmare ist ein abwechslungsreicher Song. Das Basisriff wird immer wieder mit ziemlich wilden Drumparts umspielt. Das erinnert an das Intro von Red. Gegen Ende gibt es schöne Saxofonparts, welche zum Schluss in den Anfangspart führen. Bruford haut an einigen Stellen wirklich eindrucksvoll auf die Felle. Providence ist eine der wenigen Live Aufnahmen der Band. Der Song beginnt sehr getragen und steigert sich dann langsam, aber stetig. Zum Schluss entlädt sich der Song in einem fulminanten Finale. Vor allem die fetten Basslines von Wetton fallen hier auf. Starless ist aufgrund seiner Länge sicherlich so etwas wie der Haupttrack des Albums. Anfangs wird mit dem Mellotron wieder eine tolle atmosphärische Stimmung gezaubert. Irgendwann setzt Fripp dann mit einer relativ simplen, sich wiederholenden, Gitarrenidee ein. Das fließt in ein schönes Thema, welches gegen Ende in ein jazzrockiges Thema mündet. Der Schluss ist symphonisch gestaltet und wiederholt das Anfangsthema. Der Song basiert auf einer Idee von John Wetton. Der wollte den Song auf dem Vorgängeralbum platzieren, scheiterte aber an Fripp und Bruford. Die mochten den Song nicht. Nach etlichen Änderungen an Song und Text wurde er dann auf Red veröffentlicht. Red konnte sich nicht ganz so gut in den Charts platzieren, was aber wohl in der geringen Livepräsenz der Band begründet lag. Mit dem Album hat die Band aber ein gutes Werk vorgelegt, welches zwischen Prog-Rock und Jazz-Rock pendelt. Teilweise wirkt es aber deutlich härter, als die alten Alben. Es wurde sogar einmal zu den härtesten Alben aller Zeiten gezählt, was ich aber übertrieben finde. Fripp spielt hier sicherlich vergleichsweise harte Gitarrensounds ein und Bruford trommelt extrem kraftvoll. Aber Red featured neben harten Sounds auch ruhige Töne. Von vielen Kritikern wird Red heute als eines der wichtigsten Alben der Band angesehen. Auch auf andere Musiker scheint insbesondere Red einen großen Eindruck gemacht zu haben, weil es häufig als eine wichtige Inspirationsquelle genannt wird.
Rezensent: MP
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