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Albumbesprechung King Crimson - In The Wake Of PoseidonAnzeigeTitel: In The Wake Of Poseidon Erscheinungsjahr: 1970 Genre: Prog-Rock Bewertung: ![]()
In The Wake Of Poseidon war das zweite Album der Band King Crimson. Mit dem Debütalbum In The Court Of The Crimson King hatte die Band einen Meilenstein des Prog-Rock vorgelegt. Das zweite Album enttäuschte, aus meiner Sicht, nicht. Allerdings muss man auch sagen, dass dieses Album etwas polarisierte. Für viele Betrachter war es nicht mehr als ein Abklatsch von In The Court. Natürlich besitzt das Album typische Stilmerkmale des Vorgängers, aber insgesamt ist es doch abwechslungsreicher. Die Songs: Peace – A Beginning ist ein kurzes A-Capella Stück, das in den zweiten Song Pictures of a City überleitet. Der klingt klassisch prog-rockig und besitzt einige Stilmerkmale des ersten Albums. Cadence and Cascade ist eine Akustikballade mit Anklängen an 60er Jahre Psychedelic-Sounds. In the Wake of Poseidon besitzt einen hohen Mellotronanteil und erinnert mich, auch wegen der teilweise schwülstigen Gesangsparts, etwas an die Moody Blues. Peace – A Theme nimmt den Faden vom Opener auf, ist jedoch ein kurzes Akustikgitarrenstück mit leicht jazziger Note. Cat Food beginnt mit einer relaxten, jazzigen Basslinie. Der Song klingt interessant und bewegt sich stilistisch irgendwo zwischen Jazz-Rock und Prog-Rock. Allerdings erinnert das manchmal sogar an die Beatles, irgendwie kommt mir immer wieder der Song Come Together in den Sinn. The Devil's Triangle ist der längste Song des Albums - aber nicht der abwechslungsreichste. Zuerst einmal mal hört man praktisch fast nichts. Dann wird das Hauptthema - marching Drums mit Bass und Mellotronspielereien - lautstärkemäßig gesteigert. Das geht gut 8 Minuten so ähnlich weiter, bis es dann etwas Abwechslung gibt. Peace – An End nimmt den Faden der ersten beiden Peace Stücke wieder auf. Das erste war A-Capella, das zweite nur mit Akustikgitarre gespielt. Dieses bietet Akustikgitarre plus Gesang. Das zweite Album von King Crimson enttäuscht nicht wirklich. Es ist auch kein reiner Abklatsch des legendären Debütalbums der Band. Die Band agiert anfangs stilistisch sicherlich in ähnlicher Weise. Aber spätestens mit Cat Food wird der Unterschied klar. Insgesamt sind die jazzigen Einflüsse größer. Da die Band mit In The Court ein bahnbrechendes Album vorlegte, wirkt In The Wake natürlich nicht mehr ganz so innovativ. Aber schlechter ist es deswegen auch nicht.
Rezensent: MP
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