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CD-Kritik Kaiser Chiefs - The Future Is MedievalAnzeigeTitel: The Future Is Medieval Erscheinungsjahr: 2011 Genre: Rock Bewertung: ![]()
The Future Is Medieval ist das vierte Studioalbum der Kaiser Chiefs, das Album wurde offiziell Ende Juni 2011 veröffentlicht. Die Kaiser Chiefs gingen bei der Realisierung Wege, welche man schon von anderen modernen Bands sehen konnte. Man stellte den Fans 20 Songs zur Auswahl, woraus diese dann ihre Lieblingstracks zusammenstellen konnte und sich ihr eigenes Album backen durften. Außerdem konnten sich die Fans am Artwork der CD versuchen. Musikalisch führte das zu einer großen stilistischen Bandbreite und so ein Album kann dann auch schnell einmal etwas uneinheitlich wirken. So kam das in dem Fall wohl auch bei Kritikern an, die sich in der Regel mit den ganz guten Kritiken zurückhielten. Warum ist natürlich irgendwie klar - wenn jeder Fan "sein eigenes Album" kreiert, kann man nicht von "dem einen" Album sprechen. Dieser Ansatz geht sicherlich auch weiter als der, den z. B. Kollegen wie Radiohead wählten. Letztlich wollten sich die Kaiser Chiefs eben nicht auf eine konkrete Titelwahl festlegen. Auf die Kaiser Chiefs bezogen bedeutet das aber nicht nur Innovation. Grundsätzlich ist die Band nicht für einen besonders innovativen Stil bekannt, sie bedient sich gern an anderen Stilistiken - was sie aber in unterhaltsamer Form machen. Auch hier verzichten sie nicht darauf, sich an anderen Bands und Acts zu orientieren. Nur ist die stilistische Bandbreite noch größer als sonst. Ob es nun besser oder schlechter auf einen wirkt, muss man selbst entscheiden. Ich beziehe mich im folgenden auf eine Version, die in Deutschland mutmaßlich recht verbreitet ist. Die Songs: "Little Shocks" eröffnet das Album im Stil Brit Pop meets Talking Heads. "Things Change" bleibt im Fahrwasser des ersten Songs, nimmt jedoch an Tempo heraus. "Long Way from Celebrating" greift in die Zeit des Postpunk. Dabei präsentiert die Band interessante Sounds mit einem Mix aus schrägen Parts und straightem Rock. "Starts with Nothing" ist, trotz gewisser psychedelischer Spielereien, ein recht eingängiger Song mit Britpoptendenz und Stadionrockqualität. "Out of Focus" ist ein netter Alternative-Popsong, der jedoch Längen präsentiert. "Dead or in Serious Trouble" stellt eine interessante Zeitreise dar. Im Prinzip fühle ich mich an den Nile Song von Pink Floyd erinnert, die gesamte Attitüde erinnert aber auch an die frühen Who. "When All Is Quiet" kehrt zurück in die Phase des 80er Jahre Postpunk, während der punkige Ausschlag auf "Kinda Girl You Are" etwas zunimmt. "Man on Mars" erinnert an Tears For Fears, präsentiert also eher einen eleganten Pop. Etwas stärker an Depeche Mode angelehnt ist danach "Child of the Jago". "Heard It Break" wirkt zu Beginn wie ein Kinderlied um danach Richtung Human League zu driften. "Coming Up for Air" geht in der Zeitrechnung wieder zurück in die 60s Phase des psychedelischen Beat. "If You Will Have Me" erinnert stark an akustische Werke von John Lennon, der Song hätte gut auf ein Beatles Album gepasst, zumal später recht üppige Streicher dazukommen. Ab ca. 3.22 geht es ins musikalische Nirvana, ab 9.35 beginnt der Hiddentrack "Howlaround". Der stellt einen schönen Mix aus psychedelischen Beatles- plus modernen Alternativesounds dar.
iTunes bonus track
Tracks, die optionL auf der Bandwebsite erhältich waren
Rezensent: MP |