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CD-Kritik Jo Jo Gunne - Jumpin' The GunneAnzeigeTitel: Jumpin' The Gunne Erscheinungsjahr: 1973 Genre: Rock Bewertung: ![]()
Jumpin' The Gunne war das dritte Studioalbum der US-Band Jo Jo Gunne. Das Album erschien im Jahr 1973, war kommerziell jedoch kein großer Erfolg. Auch bei Kritikern kam das Album nicht besonders gut an. Jo Jo Gunne entstand, wenn man so will, aus der Band Spirit. Spirit war eine recht erfolgreiche Hard-Rock Band um Randy California. Die beiden Spirit Mitglieder Jay Ferguson und Mark Andes verließen Spirit und gründeten Jo Jo Gunne, weil sie Musik mit mehr Rock'n'Roll und mehr Spaß wollten. Höhere Ansprüche hatte die Band nicht. Das Konzept ging durchaus auf. Mit den ersten Alben war die Band recht erfolgreich. Das dritte Album Jumpin' The Gunne jedoch wurde nicht mehr ganz so gut verkauft. Die Band nahm noch zwei Alben auf, trennte sich dann jedoch 1975. Seit 2005 tourt Jo Jo Gunne aber wohl wieder in Originalbesetzung. Die Reaktionen auf dieses Album waren nur noch mäßig. Zum einen wurde das Cover der LP als geschmacklos verrissen. Die Musik war zwar gut, wurde von der Kritik aber nicht mehr gut aufgenommen. Das kann ich persönlich nicht so gut nachvollziehen. Das Album bietet das, was die Band auf den Weg bringen wollte: grundsoliden Rock mit einem Spaßfaktor. Und das ist der Band auch gut gelungen. I Wanna Love You rumpelt gleich mal schön rockig los. Der treibende Rocksong verbreitet Spaß. To the Island ist eine schöne groovige und entspannte Rocknummer mit einen leichten Westcoast Touch. Red Meat erinnert teilweise an die Stones. Getaway beginnt mit einem schönen Gitarrenpart, welcher in einen lockeren Rocksong mit Westcoast bis Country-Rock Anleihen überleitet. Before You Get Your Breakfast rockt danach schwer und bluesig. At the Spa wird wieder mit einem tollen Intro eröffnet. Der harte Rocksong ist rhythmisch interessant aufgebaut. Monkey Music klingt lustig und geht relativ flott ab. Das klingt manchmal fast punkig. Couldn't Love You Better kommt wieder sehr locker rüber und geht stilistisch in den Bereich Southern-Rock. High School Drool beginnt zwar langsam, entwickelt sich aber zu einem schnellen und groovigen Rocksong. Neon City ist ein abwechslungsreich aufgebauter Rocksong. Turn the Boy Loose klingt härter und weist rhythmisch ziemlich vertrackte Strukturen auf. Jumpin' The Gunne ist ein Album, welches in vielfacher Hinsicht überrascht. Viele Betrachter störten sich an dem Cover, das als Political Incorrect bezeichnet wurde. Zu dem Cover muss man sagen, dass die Band auf einem Bett liegt, über dem eine nackte - etwas beleibte - Dame schwebt. Die Credits zum Album wurden im Innersleeve auf den Körper besagter Dame geschrieben. Über Geschmack kann man streiten, aber Coverarts muss man nun nicht unbedingt so hoch bewerten. Ich habe schon üblere Cover gesehen. Musikalisch wurde das Album als uninspiriert abgestraft. Den Songs wurden fehlende Hooks vorgeworfen, was ich wiederum nicht ganz verstehe. Als ich das Album zum ersten Mal gehört hatte, hatte ich die Refrains am nächsten Tag parat - zumindest von den meisten Songs. Also können die Hooks nicht so schlecht sein. Die Band macht das, was sie bei ihrer Gründung anvisiert hat: Rock'n'Roll und Spaß verbreiten. Jumpin' The Gunne ist ein Tipp für jeden, der gern guten 1970er US-Rock hört. Und Jay Ferguson schrieb auch hier wirklich gute Songs.
Rezensent: MP
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