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CD-Kritik Elton John - Goodbye Yellow Brick RoadAnzeigeTitel: Goodbye Yellow Brick Road Erscheinungsjahr: 1973 Genre: Rock Bewertung: ![]()
Goodbye Yellow Brick Road war im Jahr 1973 schon das siebte Album von Elton John. Das ist ziemlich viel, wenn man bedenkt, dass er erst vier Jahre zuvor sein erstes Album aufnahm. Goodbye Yellow Brick Road wird als das wichtigste Album und das große Werk von Elton John betrachtet. Es dürfte auch eines der erfolgreichsten Elton John Alben sein, weil es sich über 20 Millionen mal verkaufte. Die Kritik sparte nicht an Lob für dieses Album, und das Lob war durchaus berechtigt. Die Songs: Funeral for a Friend/Love Lies Bleeding ist mit über 11 Minuten ein ziemlich langer Epos für Elton John Verhältnisse. Der Song beginnt mit Synthesizerparts, danach wird es feierlich und erinnert stimmungsmäßig tatsächlich an ein Begräbnis. Mit den folgenden symphonischen Parts könnten sogar Prog-Rock Fans gut zurecht kommen. Später ergeht sich John in einem locker rockenden Part mit Westcoastmäßigen Vocalharmonien. Candle in the Wind lasse ich unkommentiert. Einer seiner überragenden Songs, der im Zuge des Princess Di Todes etwas überstrapaziert wurde. Bennie and the Jets gehört zu Johns wichtigen Songs und wird in bestem Singer Songwriter Rock präsentiert. Goodbye Yellow Brick Road ist, ich traue mich es kaum zu sagen, der nächste Elton John Klassiker. Gilbert O'Sullivan hat übrigens ähnliche Songs geschrieben. This Song Has No Title wird dominiert vom Piano und schönen interessanten Vocalharmonien. Grey Seal beginnt mit einem tollen Pianolick. Darum entwickelt sich ein schöner rockiger Song mit interessanten Parts. Jamaica Jerk-Off ist ein lustiger Song, der viel Karibik- und Reggaefeeling verströmt. I've Seen That Movie Too ist ein melancholischerer und ruhiger Song im klassischen Elton John Stil. Sweet Painted Lady kommt ebenfalls ruhig und balladesk daher. The Ballad of Danny Bailey (1909-34) klingt weniger wie eine Ballade. Der Pop Song ist, mit seinen Reminiszenzen an die späten 1960er, gut gemacht. Dirty Little Girl klingt US-amerikanisch. Billy Joel hat immer wieder Songs in vergleichbarer rhythmischer Struktur gebracht. All the Girls Love Alice beginnt mit einem interessanten Gitarrenriff. Darum herum entwickelt sich eine flotte, rockige Nummer. Your Sister Can't Twist (But She Can Rock n' Roll) legt zu. Dieser Rock'n'Roll klingt typisch nach Elton John und geht daher etwas in Richtung Glamrock. Saturday Night's Alright for Fighting ist ein, für Elton John Verhältnisse, harter Song. Roy Rogers nimmt den Druck heraus. Wie der Name vermuten lässt, besitzt der Song gewisse Anleihen an die Country Musik. Social Disease klingt härter und überzeugt mit vielen interessanten Ideen. Harmony beendet das Album balladesk, die Vocalparts sind vorzüglich gelungen. Das große Werk, gibt es das wirklich? Bei einigen Künstlern schon. Und im Bezug auf Elton John kann man Goodbye Yellow Brick Road als seinen Magnum Opus bezeichnen. Er hat selten ein derart umfangreiches und abwechslungsreiches Album vorgelegt, welches außerdem noch derart überzeugt. Da ist so ziemlich alles drin und drauf, was man braucht. Es gibt, bei 17 Songs, keinen nennenswerten Schwachpunkt. Dazu präsentiert John einige seiner wichtigsten Songs und eine erstaunliche Hitdichte. Ein sehr gutes Album, mit Sicherheit eines der besten von Elton John.
Rezensent: MP
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