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Albumbesprechung Iron Maiden - The Number Of The Beast
Interpret: Iron Maiden Titel: The Number Of The Beast Erscheinungsjahr: 1982 Genre: Heavy Metal
Was AC/DC für den Bereich Hard-Rock ist, das ist/war Iron Maiden für den Bereich Heavy Metal. Iron Maiden ist Kult und sie legten einst die Messlatte des moderneren Heavy Metal fest, der aus dem so genannten New Wave Of British Heavy Metal entstanden ist. Iron Maiden gibt es schon seit 1975. Allerdings veröffentlichte die Band erst 1980 ihr erstes Album. Iron Maiden konnte sich mit dem Debütalbum Iron Maiden gleich einen großen Fankreis erspielen. Dabei kam Iron Maiden durchaus eine gewisse leichte Punk-Attitüde zugute. Das zweite Album Killers chartete nicht ganz so hoch, war aber insgesamt für die Bandgeschichte wichtiger und soundtechnisch besser. 1982 erschien dann The Number Of The Beast. Mit dem Album zeigte sich die Band sound- und spieltechnisch von einer relativ neuen Seite. Alles klang noch fetter. Der neue Sänger Bruce Dickinson unterschied sich deutlich von Paul Di Anno. Solange Dickinson Sänger der Band war, konnte Iron Maiden ihren Erfolg festigen. Spätestens mit seinem Ausstieg im Jahr 1992 begannen für die Band gewisse Probleme, denn Dickinson war mit seiner Stimme eine Art Aushängeschild der Band. Iron Maiden ist, nach meiner Ansicht, eine vorzügliche Band. Die ersten beiden Alben waren schon mal richtig gut. Die Songs waren ziemlich gut gelungen und die Band dachte sich was bei den Songs. Die Stories machten mehr als Sinn, meist gab es konkrete Bezüge zur Geschichte oder zum realen Leben. Oft zog sich ein roter Faden durch die Geschichte aller Songs. Was mir persönlich nicht so gefiel, war der etwas dünne und mittige Sound der ersten Alben. Mit The Number Of The Beast wurde das eindeutig anders. Dieses Album war, im Gegensatz zum Beispiel zum ersten Album, geradezu voluminös und fett produziert. Das qualmte aus jeder Rille. Und mit dem neuen Sänger Bruce Dickinson hatte die Band eine grandiose Wahl getroffen. Ich fand Paul Di Anno wirklich gut, er hatte einen hohen Wiedererkennungswert. Aber Dickinson war wesentlich variabler und geradezu stimmgewaltig. Das hatte etwas, und es passte gut zur Band. Zu den Songs muss man im Einzelnen gar nicht so viel sagen. Sie sind alle wirklich richtig gut bis spitze. Mit Invaders startet die Band ziemlich klassisch Heavy. Children Of The Damned ist eine geile Ballade, die sich grandios steigert. Der Titelsong The Number Of The Beast ist eine absolute Top-Nummer, genauso das geniale Hallowed Be Thy Name. Run To The Hills wurde praktisch ein Hit. So geht es eigentlich über das ganze Album. Dickinson singt wirklich mehr als gut, Harris steuert seine üblichen gut vernehmbaren Basslinien bei. Die Gitarren klingen gut. Immer wieder gibt es klassische Powerriffs und die schönen mehrstimmigen Sololinien. Letztlich möchte ich auch die Inhalte der Texte nicht unerwähnt lassen, die alle mehr als brauchbar sind. Für mich ist, auch heute noch, dieses Album das beste von Iron Maiden. Ich würde es auch in die Top Ten der Heavy-Platten aufnehmen. Mit The Number Of The Beast haben Iron Maiden eine amtliche Messmarke für den modernen Heavy-Metal gesetzt. Eine Spitzenscheibe. Jeder der sich für Heavy Metal und besonders für den so genannten New Wave Of British Heavy Metal interessiert, muss diese Scheibe gehört haben. Vielleicht noch eine Randbemerkung, die den Status der Band verdeutlicht: die nicht gerade unbekannten Progmetal-Rocker von Dream Theater haben 2002 ein komplettes Live-Set nur mit Songs dieses Albums gespielt! Wenn das keine Ehrenbezeugung ist. Die Tracks (remaster Version):
Rezensent: MP
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