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CD Kritik Helloween - 7 SinnersAnzeigeTitel: 7 Sinners Erscheinungsjahr: 2010 Genre: Power-Metal Bewertung: ![]()
7 Sinners ist das 13. Studioalbum der deutschen Power Metal Institution Helloween. Das Album wurde Ende Oktober 2010 veröffentlicht. Helloween trat in folgender Besetzung zu den Aufnahmen an: Andi Deris - Vocals, Michael Weikath - Guitar, Sascha Gerstner - Guitar, backing vocals, Markus Grosskopf - Bass und Dani Löble - Drums. Saxon Biff Byford spricht das Intro zu Who Is Mr. Madman. Neben weiteren Gastmusikern ist vor allem Mathias Ulmer erwähnenswert, der die meisten Keyboardparts beisteuerte. Produzent ist Charlie Bauerfeind Das Album kam bei Fans und Kritikern sehr gut an, auch kommerziell lief das Album recht gut. Wie gewohnt verkaufte sich das Album in Japan sehr gut. In den USA reichte es in den Heatseakers Charts für Rang 7, in den Rockcharts immerhin für Rang 21. Bemerkenswert ist, dass jeder Song ein Solobeitrag eines Bandmitglieds ist. Immerhin sechs der 13 Studiotracks stammen dabei von Sänger Andi Deris. Musikalisch geht es back to the roots, was die Fans der Band sicherlich freuen dürfte. Helloween besinnt sich auf die Wurzeln und bietet ziemlich klassischen Power Metal, gewürzt allerdings mit einigen modernern Zutaten. Die Band hielt ihr Versprechen, als sie im Vorfeld ein sehr hartes Album ankündigte. Helloween bieten auf dem ganzen Album einen schönen Querschnitt über den Metal. Where The Sinners Go klingt mittig, erinnert stellenweise an Judas Priest und überrascht mit vielfältigen Parts und dynamischen Spielereien. Are You Metal brummt mächtig und geht gut ab, bedient aber einige Klischees und erinnert mit den Keyboardparts immer wieder an modernere Bands des Genres. Who Is Mr. Madman beginnt geheimnisvoll, mit schön gesprochenem Intro von Biff Byford, und geht danach in einen typischen melodiösen Power Metal über. Raise The Noise ist klassischer Heavy Metal in Richtung Accept und Judas Priest, das Flötensolo verleiht dem Song eine gewisse Jethro Tull Note. World Of Fantasy beginnt mit einem Keyboardintro, welches in klassischen Power Metal mündet. Die Keyboards verleihen dem Song aber auch eine subtile Prognote. Long Live The King geht mit Powerdrumming gut ab und Helloween klingen wie eine gute Ausgabe von Iron Maiden. Bei The Smile Of The Sun kann man im weitesten Sinn von einer Ballade sprechen, auch hier könnte man Anleihen zu Iron Maiden konstatieren. Der Song wirkt nicht ganz so stark, weil er doch sehr viele Klischees bedient und somit sehr vorhersehbar ist. You Stupid Mankind liefert wieder das volle Brett mit fetten Sounds, der Song klingt etwas verstörend und passt damit gut zum Text. Relativ klassischen Power Metal mit eingängigen Parts liefern Helloween mit If A Mountain Could Talk und The Sage, The Fool, The Sinner. Das kurze Not Yet Today bildet sozusagen ein Vorspiel zum Abschlusstrack Far In The Future. Es ist der längste und komplexeste Song des Albums und er liefert auch die interessantesten Momente mit vorzüglichen Instrumentalbreaks. Helloween überraschen mit 7 Sinners positiv. Obwohl die Band dem Power Metal letztlich treu bleibt, ist es eines der abwechslungsreichsten Alben Helloweens seit den frühen Erfolgen. Im etwas ausgelutschten Power Metal überhaupt noch etwas Bemerkenswertes zu bringen, ist mehr als schwer. Helloween schaffen das mit Bravour. Die Band gibt ordentlich Gummi und präsentiert massenweise fette und tiefe Gitarrenriffs. Deris singt vorzüglich und Drummer Löble überrascht mit präzisem Powerdrumming. Dazu gibt es immer wieder interessante Parts, welche durchaus ein gewisses Progfeeling aufkommen lassen. Möglicherweise liegt das am Einfluss von Mathias Ulmer. Dessen Keyboardparts klingen immer interessant - auch wenn sie nicht immer passend wirken. Etwas störend finde ich diese Parts besonders dann, wenn die Band soundmäßig in den Ecke modernerer Metalbands wie Nightwish tendiert. Aber das sind kurze Passagen, ansonsten liefert die Band solide Metalkost.
Rezensent: MP
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